11. Tagung des Vereins für Volksbauweise

Seit über zwei Jahrzehnten fördert der Sächsische Verein für Volksbauweise e. V. die heimatkundliche Forschung und Erhaltung der Volksbauweisen. Zur 11. Fachtagung kommen seine Mitglieder am 22. Oktober...

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Das Umgebindehaus Am Weißeweg 23 aus dem Jahr 1614.Seit über zwei Jahrzehnten fördert der Sächsische Verein für Volksbauweise e. V. die heimatkundliche Forschung und Erhaltung der Volksbauweisen. Zur 11. Fachtagung kommen seine Mitglieder am 22. Oktober 2011 im Traditionshof Bulnheim in Seifhennersdorf zusammen. Zu einem Fachvortrag ist Restaurator Heinz Rentsch aus Doberschütz eingeladen, der beispielsweise in mehr als 70 Kirchen tätig war, darunter im Kloster St. Marienthal. Der Experte wird erläutern, wie man die Baugeschichte von Umgebindehäusern erforschen und die Erkenntnisse für die Sanierung nutzen kann.

Am Nachmittag ist eine Ortsexkursion in Seifhennersdorf vorgesehen. Als weiterer Gast wird Umgebindehausbeauftragter Arnd Matthes am Beispiel des Umgebindehauses Am Weißeweg 23 aus dem Jahr 1614 die baugeschichtlichen Forschungen und deren Resultate erklären und veranschaulichen. Des Weiteren wollen die Vereinsmitglieder das benachbarte Gebäude Am Weißeweg 27 aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigen. Dieses ehemalige Faktorenhaus steht seit mehr als 15 Jahren leer und ist vom Verfall bedroht.

Der Sächsische Verein für Volksbauweise e. V. mit Sitz in Weifa wurde 1990 gegründet. Vereinsvorsitzender ist Diplomingenieur Jürgen Cieslak, ein erfahrener Ofenbaumeister aus Seifhennersdorf. In den Mittelpunkt der Vereinstätigkeit sind die Umgebindehäuser und weiteren Volksbauten wie die Schrothäuser gerückt. Auf Fachexkursionen in deutschen, polnischen und tschechischen Regionen des Umgebindelandes informieren sich die Mitglieder regelmäßig über beispielhaft erneuerte Gebäude. Mit Publikationen und auf Veranstaltungen geben sie Wissen und Erfahrungen an einen breiten Interessentenkreis weiter.

Darüber hinaus setzt sich der Verein für die Rettung gefährdeter Häuser ein. „Wir kämpfen um jedes einzelne und unterstützen nach Möglichkeit jede Werterhaltung“, sagt Jürgen Cieslak. Sein Verein freue sich über die wachsende Wertschätzung der historischen Volksbauten in der Öffentlichkeit, besonders in den Oberlausitzer Dörfern.

Informationen: Jürgen Cieslak, E-Mailofenbau-cieslak@t-online.de, Telefon 03586 369469

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