110 JAHRE RENAULT IN DEUTSCHLAND

Am 17. Oktober 1907 gründete Louis Renault, einer der Automobilpioniere seiner Zeit, mit einem Kapital von 400.000 Reichsmark die „Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft” – die erste ausländische Tochtergesellschaft der...

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Am 17. Oktober 1907 gründete Louis Renault, einer der Automobilpioniere seiner Zeit, mit einem Kapital von 400.000 Reichsmark die „Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft” – die erste ausländische Tochtergesellschaft der französischen Marke überhaupt. Firmensitz und Verkaufsräume befanden sich seinerzeit in der Mohrenstraße 22/23, direkt am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Seit 1959 ist Brühl bei Köln Unternehmenssitz von Renault Deutschland.

„Renault ist tief in Deutschland verwurzelt und zählt zu den traditionsreichsten und etablierten Automobilmarken”, sagt Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG. „Auf Basis unserer erfolgreichen Historie wollen wir in den nächsten Jahren mit attraktiven Modellen unsere Position als stärkster ausländischer Hersteller festigen. Damit wird Renault in Deutschland auch weiterhin eine sehr große Rolle spielen”, so Hochgeschurtz.

Louis Renault wagte 1907 den Schritt über den Rhein und legte damit den Grundstein für eine beeindruckende Renault Story in Deutschland. Mit Fahrzeugen wie dem 4 CV oder dem R4, mit dem Espace, dem Scénic oder dem Twingo verbinden viele Autofahrer hierzulande mehr als nur ein reines Transportmittel. Renault – das ist für viele Menschen auch ein Stück Lebensgefühl. Mit neuen Modellen wie dem Captur oder dem Kadjar knüpft die Marke heute an diese Tradition an.

Mit der derzeit jüngsten Modellpalette Europas und einem unverwechselbaren, eigenständigen Markendesign schreibt Renault im Jubiläumsjahr ein weiteres Kapitel seiner erfolgreichen Unternehmenshistorie. Um elf Prozent wuchsen die Zulassungen der Renault Gruppe in Deutschland per Ende November 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit 177.000 Zulassungen (Renault und Dacia per Ende November 2016) ist Renault Deutschland der stärkste ausländische Autohersteller auf dem deutschen Markt.

2017 führt Renault die Modelloffensive fort. Bereits angekündigt ist der Start des neuen SUV Koleos Mitte des Jahres. Mit dem neuen Topmodell erweitert Renault sein Angebot in der SUV-Klasse, in der die Marke bereits mit den Modellen Captur und Kadjar präsent ist. Ebenfalls in 2017 erfolgt das Comeback des Sportwagens Alpine.

Neben einer attraktiven Modellpalette ist das Händler- und Servicenetz eine wichtige Säule für den Erfolg von Renault auf dem deutschen Markt. Mit rund 1.000 Verkaufs- und Servicestellen bilden die deutschen Renault und Dacia Partner eines der dichtesten Händlernetze des Landes.

Renault Deutschland ist darüber hinaus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Bundesrepublik: Rund 18.000 Menschen, überwiegend in den Partnerbetrieben, arbeiten in Deutschland für Renault. Renault war zudem eines der ersten Unternehmen, die direkt nach dem Mauerfall ab 1990 massiv in den Neuen Bundesländern investierten. Insgesamt investierte Renault gemeinsam mit den Partnern etwa eine halbe Milliarde Euro in das Händlernetz und leistete damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Neuen Bundesländer und zur Einheit des Landes.

MODELLIKONEN BEGRÜNDEN ERFOLGSGESCHICHTE

Der Aufstieg zu einem der wichtigsten Automobilhersteller Europas gründet schon früh auf Luxuslimousinen, die keine Wünsche offenlassen. Die Modelle sind wegen ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit sehr beliebt, so dass Verkäufe und die Zahl der Vertretungen stetig wachsen. Auf die wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts reagiert Renault flexibel und wechselt zwischenzeitlich nach Frankfurt am Main. Dennoch profitiert Renault von dem aufkommenden Automobilboom und kann seine Position mit populären Modellen wie dem Primaquatre stärken. In den 1920er- und 1930er-Jahren setzen Ikonen wie Nerva Grand Sport und Suprastella neue Design-Maßstäbe in der Luxusklasse und belegen als rollende Skulpturen regelmäßig vordere Plätze bei automobilen Schönheits-wettbewerben.

1950ER-JAHRE: UMZUG INS RHEINLAND

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgt 1949 in Baden-Baden der Neustart als „Renault Automobilgesellschaft für Deutschland mbH”. In den Aufbaujahren stellt sich der französische Hersteller in Deutschland neu auf und entscheidet sich 1954 für den geografisch und verkehrstechnisch günstigeren Standort Köln. 1959 findet der Umzug nach Brühl statt, wo auf einem 200.000 Quadratmeter großen Gelände eine neue Hauptverwaltung entsteht.

VOM 4 CV BIS ZUM SCENIC ATTRAKTIVE MODELLE FÜR ALLE ANSPRÜCHE

In den 1950er-Jahren bietet Renault auch in Deutschland mit attraktiven und erschwinglichen Fahrzeugen die passende Antwort auf den rasant zunehmenden Mobilitätsbedarf. Der Renault 4 CV gehört zu den ersten Modellen nach dem Zweiten Weltkrieg und erfreut sich über Jahre einer großen Nachfrage. Das Modell Dauphine bringt einige Jahre später das Unternehmen im Land des Wirtschaftswunders endgültig auf Erfolgskurs. Weitere praktische und bezahlbare Modelle wie Renault 4 und Renault 5 festigen die Position der Marke. In den 1980er- und 1990er-Jahren stellt Renault zudem zahlreiche innovative Fahrzeuge vor, die völlig neue Segmente begründen: Modelle wie Espace, Twingo, Scénic und Kangoo etablieren neue Fahrzeugklassen, die von namhaften Volumenherstellern kopiert werden.

NUMMER EINS BEI ELEKTROFAHRZEUGEN IN DEUTSCHLAND

Gegenwärtig beweist Renault seine Innovationskraft unter anderem mit seiner Vorreiterrolle bei den alternativen Antrieben: Der französische Hersteller ist in Deutschland klar die Nummer eins bei rein batteriebetriebenen Fahrzeugen. Etwa jedes vierte in Deutschland ausgelieferte Elektrofahrzeug ist ein Renault. Der Renault ZOE ist das meistverkaufte Elektroauto auf dem deutschen Markt.

Quelle: Renault Presse

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