Telekom baut Breitbandnetz aus

Deutsche Telekom, Arbeiter am Breitbandkabel

Deutsche Telekom, Arbeiter am Breitbandkabel

Die Deutsche Telekom wird den sächsischen Landkreis Bautzen bis Juli 2013 mit schnellen Internetverbindungen versorgen. In wurde Bautzen der Kooperationsvertrag zwischen dem Landkreis und der Deutschen Telekom geschlossen. Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte der Kreistag den Auftrag an den Bonner Konzern vergeben. „Damit hat der Landkreis Bautzen eine Vorreiterrolle in ganz Deutschland. Wir sind einer der ersten Landkreise, der mit einem übergreifenden Konzept flächendeckend für schnelle Internetverbindungen sorgt“, freut sich Landrat Michael Harig.

„Mit Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhalten die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bautzen Breitbandanbindungen, die es bisher überwiegend nur in Ballungsgebieten gibt“, erläutert Dr. Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland GmbH. Der Konzern wird den Landkreis Bautzen mit einem Technologiemix aus Festnetz- und Mobilfunklösungen ausbauen. Über 90% der fast 58.000 Haushalte und fast 11.000 gewerblichen Nutzer erhalten ihre schnellen Internetverbindungen über einen Glasfaserausbau bis zu den Verteilern in den Ortschaften. Insgesamt wird die Deutsche Telekom über 330 Knotenpunkte aufbauen und über 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Zudem werden 26 Mobilfunkstationen mit LTE-Technologie aufgerüstet und zwei LTE-Mobilfunkstationen neu gebaut. Nur durch Bereitstellen von   Fördermitteln der sächsischen Landesregierung in Höhe von fast 14 Mio. € lassen sich solche dünn besiedelten Regionen mit modernster Breitband-Infrastruktur ausbauen. Die Internetgeschwindigkeit hängt davon ab, wie nah der Kunde am nächsten Knotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung, über die der Datenstrom ab dieser Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Physik im Kupferkabel nicht mehr mit.
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3 gesamt Kommentare zu diesem Artikel   Mein Kommentar
  1. Interessant wäre ja zu erfahren, wor die Telekom auf Kabel oder auf Funk setzt.
    Nur wird sie neue oder den Ausbau bestehender Anlagen vorher nicht verraten.
    Es könnte ja Widerstand von den betroffenen Anwohnern kommen.
    Neben den technischen Beschränkungen von LTE sollte man auch mal gesundheitliche Belange mit beachten, es gibt schon zu viel Funkanwendungen und die Belastung der Bevölkerung kennt nur eine Richtung nach oben. Das kann nicht ewig so gehen.

  2. 14 Millionen € für den Ausbau und dann etwa nur LTE. Kennt die Redaktion die Preise und Bedingungen der Telekom?

    39 Euro und 3 GB Datenübertragungsvolumen mit 3 MB Geschwindigkeit, dann Drosselung auf DSL light Geschwindigkeit. Was soll ein Nutzer damit anfangen?

    LTE ist keine Alternative zu Kabelgebundenen DSL und dafür sollten auch keine Steuergelder verschwendet werden.

    • Die Telekom hat 335 Lose gewonnen. Davon wird nur ein kleiner Teil mit LTE ausgebaut. Der Rest erfolgt über Kupfer, also das klassische DSL/VDSL.
      Ansonsten haben Sie Recht, dass LTE keine Alternative zum DSL/VDSL sein kann.

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