6 Berufe, die es vor 10 Jahren noch gar nicht gab

Wir leben in einer Zeit, in welcher wir mittlerweile binnen zwei Tagen mehr Informationen zusammentragen, als insgesamt in der gesamten Geschichte bis zum Jahr 2003 aufgezeichnet wurden. Willkommen...

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Wir leben in einer Zeit, in welcher wir mittlerweile binnen zwei Tagen mehr Informationen zusammentragen, als insgesamt in der gesamten Geschichte bis zum Jahr 2003 aufgezeichnet wurden. Willkommen im Informationszeitalter, in dem sich alles immer mehr zu beschleunigen scheint – vor allem die Entwicklung neuer Technologien in der Wirtschaft sowie auch der Lernprozess, um mit diesen auch Schritt zu halten. Diese Beschleunigung hat natürlich auch weitreichende Folgen auf den Arbeitsmarkt. Man hört immer wieder, dass Arbeitsplätze gefährdet wären, da die Technologie den Menschen ablösen würde. Wie sieht es jedoch mit jenen Jobs aus, die gerade aus dieser Entwicklung heraus neu entstehen? Neue Innovationen bringen auch neue Arbeitsfelder mit sich. Wer also auf der Suche nach einem neuen Job ist, dem haben wir hier 6 neue Berufsfelder aufgelistet, die es so vor 10 Jahren noch gar nicht gab:

  1. Datenanalyst

Durch den rasanten Anstieg des Informationsvolumens in unserem Zeitalter ergibt sich gleich unser erster neuer Beruf, der sich eben um das Analysieren dieser Datenmengen dreht – Datenanalyst. Produzierte Daten müssen unter die Lupe genommen und daraus auch die richtigen Schlüsse gezogen werden. Da dieses Tätigkeitsfeld bisher noch ziemlich unterrepräsentiert ist, jedoch ein hohes Anforderungsprofil besitzt, kann man dabei eine sehr gute Bezahlung und hohe Nachfrage in den verschiedensten Branchen erwarten. Vielleicht klingt das dem einen oder anderen zu langweilig, aber keine Sorge, wir haben unterhalb noch wesentlich „aufregendere“ Berufsmöglichkeiten aufgelistet.

  1. App-Entwickler

Apps – das neue Modewort dieser Dekade. Das Informationszeitalter ist ebenso auch das Zeitalter der Smartphones, und kein Smartphone ist heute brauchbar, ohne auch die entsprechenden Apps installiert zu haben. Was vor bald 20 Jahren für ein Unternehmen noch das Erstellen einer eigenen Webseite war, ist heute die Entwicklung einer eigenen App – jeder braucht sie. Und nicht nur das, es gibt mittlerweile für alles eine App – sportliche Aktivitäten, Ernährung, Navi, Wecker, die Taschenlampe am Handy – einfach alles. Wer also eine gute Idee für eine App hat, die vielen Leuten wirklich nützlich zu sein scheint, und auch noch die nötigen Skills mitbringt, der kann sich heutzutage auch als App-Entwickler versuchen – die Nachfrage ist riesig. Aber man muss nicht mal zwingend die Skills besitzen, es reicht auch schon eine gute Idee – man kann sich diese ja dann auch von fähigen Programmierern umsetzen lassen. Die Rechte für so manche Apps wurden bereits von einigen Großunternehmen für riesige Millionenbeträge abgekauft – siehe Runtastic.

3. Drohnenpilot

Mal eine abwechslungsreichere Tätigkeit und nein, damit ist nicht gemeint, dass man vor einem Bildschirm sitzt, auf Wärmebildaufnahmen starrt und irgendwelche Bomben am anderen Ende der Welt runterpurzeln lässt. Die Drohnentechnologie hat sich über die letzten Dekaden massiv entwickelt und ist nicht nur mehr aufs Militär beschränkt. Kommerzielle Drohnen kann man sich heutzutage in fast jedem größeren Elektrofachmarkt kaufen. Alles, was mit Film und Fernsehen zu tun hat, hat diese Technologie mittlerweile fest integriert, und auch Unternehmen wie Amazon gehen in die Richtung, ihre Pakete bald mittels dieser Geräte zu transportieren – es werden ja auch sogar schon Pizzen per Drohne ausgeliefert, wie man hier schön sehen kann. Drohnenpiloten, Programmierer, Konstrukteure sind massiv gefragt. Die Bezahlung ist ebenfalls gut und es werden sich in Zukunft noch viele weitere Anwendungsbereiche für die kleinen, fliegenden Apparaturen ergeben.

  1. Professioneller YouTuber

    Wir leben auch im Zeitalter der digitalen Vernetzung und der sozialen Medien. Dienste wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und wie sie alle heißen, sind heute nicht mehr wegzudenken. Vor allem Letzteres eröffnete durch die Möglichkeit der Monetarisierung von Videos eine komplett neue Berufssparte – jene der professionellen YouTuber. Mittlerweile findet man auf YouTube ja Videos zu wirklich allen Themen. Man kann auch mit Fug und Recht behaupten, dass wir gerade die Ablöse des Fernsehens miterleben, hin zu einem Medium, bei welchem jeder Zuseher sein Lieblingsprogramm tatsächlich selbst wählen kann – wann und wo immer er dies möchte. Vor allem die alternativen Medien sind über YT auf dem Vormarsch, aber am bekanntesten sind in dieser Sparte wohl die unzähligen Gameplays von Zockern, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und mittlerweile ein Millionenpublikum damit begeistern, indem sie einfach ihre Lieblingsspiele auf PC oder Konsole zocken, dies aufzeichnen sowie kommentieren und das Ganze dann einfach online stellen. Mit Computerspielen sein täglich Brot verdienen – vor 10 Jahren wär das noch unvorstellbar gewesen.

  2. Professioneller eSportler

Gehen wir vom bloßen Zocken und dem Videos-auf-YT-stellen noch eine Stufe weiter. Wir wär‘s, wenn wir behaupten, dass morgen Bayern München gegen Borussia Dortmund antritt – aber nicht im realen Allianzstadion, sondern in einer großen Messehalle voller Computer. Die Akteure sind auch keine physisch austrainierten Athleten, sondern professionelle FIFA-Zocker, die mittlerweile genauso lange trainieren wie echte Sportler, und, wenn die Entwicklung so weitergeht, auch bald so viel verdienen werden. Auch Transfers zwischen zwei Teams wie im echten Fußball gehören mittlerweile zum Alltag. Bei manchen anderen Games sind wir preisgeldtechnisch längst schon in andere Sphären vorgedrungen. So werden beim sogenannten International, dem alljährlich stattfindenden Dota-2-Meisterschaftsturnier, mittlerweile Prämien in Millionenhöhe ausgeschüttet. Wer also sowieso schon von früh bis abends Zeit zum Zocken hat, der kann sich ja mal in dieser Sparte versuchen. So sehen auch die Trainingszeiten dieser Profis aus, um dann bei den Turnieren überhaupt bestehen zu können.

  1. Live Casino Dealer

Das Informationszeitalter hat auch die Glücksspielszene entscheidend verändert. Während man vor 20 Jahren für einen Casinobesuch noch Krawatte und Sakko aus dem Schrank kramen musste, reicht heute ein einfacher Internetanschluss aus, um sich an die unzähligen Roulette- und Blackjack-Tische zu setzen, welche Glückspielanbieter mittlerweile im Netz anbieten. Aber nicht nur die Anzahl an Spielern, die Zuhause in Jogginghosen bequem vom Sofa aus ihre Jetons setzen, ist rasant angestiegen, es hat sich ebenso eine komplett neue Berufssparte entwickelt. Um das Live-Casino-Flair zu intensivieren, wurden plötzlich reale Dealer an die Online-Tische gesetzt. Unternehmen wie eGamings beschäftigen mittlerweile Hunderte, wenn nicht gar Tausende an Live-Dealern, die für verschiedenste Casinos weltweit am Roulette-Rad drehen.

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