Abstieg oder Aufstieg?

Bereits im Februar berichtete der BautzenerBote über die Transportsparte von Bombardier in der Oberlausitz. Nun schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), dass Siemens und der kanadische Bombardier -Konzern über...

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Bereits im Februar berichtete der BautzenerBote über die Transportsparte von Bombardier in der Oberlausitz. Nun schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), dass Siemens und der kanadische Bombardier -Konzern über eine Fusion ihrer beiden Zugsparten sprechen. Das mögliche gemeinsame Unternehmen würde mehr als 10 Milliarden Euro wert sein. Bis Mitte des Jahres könnte es zu einer Einigung kommen, so Medienmeldungen. Welche Auswirkungen dies auf die Beschäftigten beider Unternehmen an den deutschen Standorten, speziell in Bautzen und Görlitz hat, ist völlig offen.

Die Zugsparten beider Unternehmen stehen unter Druck. Bombardier hatte erst im vergangenen Jahr 1430 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen, um die Standorte profitabel zu machen. Die einst führenden Bahnhersteller wie Alstom, Bombardier und der deutschen Siemens-Konzern wurden von den Chinesen bereits von der Weltspitze verdrängt.

Siemens hatte bereits erfolglos versucht, sein Bahngeschäft mit der französischen Alstom zusammenzulegen. Die westlichen Eisenbahntechnikanbieter leiden unter zunehmenden Konkurrenzdruck aus China, die sich bereits europäische Bahnlinien kaufen. Erst im November 2016 wurde bekannt, dass China den tschechischen Bahnverkehr übernehmen will und an Skoda Transportation interessiert ist. In der Medien wurde kaum darüber berichtet, dass EU Länder Schnellzüge in China kaufen.

Das an der Gerüchten was dran ist, zeigt die Entwicklung der Bombardier Aktien in den letzten Tagen. Seit dem 7. April ist der Aktienkurs um 20% gestiegen.

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