Besucheransturm zum Tag des offenen Denkmals

stvw.bz Bautzen. (stvw.) Zum Tag des offenen Denkmals haben am Sonntag, dem 11. September 2010, tausende Besucher die Möglichkeit für einen Bummel durch alte und meist verschlossene Bautzener...

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Bautzen. (stvw.) Zum Tag des offenen Denkmals haben am Sonntag, dem 11. September 2010, tausende Besucher die Möglichkeit für einen Bummel durch alte und meist verschlossene Bautzener Gemäuer genutzt. Unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“ öffneten in diesem Jahr 22 Objekte ihre Türen. Insgesamt wurden rund 20.000 Besuche gezählt.

Zur Eröffnung des Denkmaltages referierte der Landschaftsarchitekt Falk Lorenz am Freitagabend im Rathaus zu „Ausgewählten Aspekte der Bautzener Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert“. Bei bestem Sommerwetter fanden sich Sonntagmorgen rund 100 Bautzenerinnen und Bautzener zum Eröffnungsblasen und zu einem Evangelischen Marktgottesdienst auf dem Hauptmarkt ein. Hier zog im Anschluss der beliebte Treff- und Verweilpunkt mit kulinarischen Genüssen und stimmungsvoller Musik zahlreiche Besucher an. Alle am Denkmaltag geöffneten Objekte konnten sich über einen wahren Besucheransturm freuen. Großen Andrang gab es vor allem in der Schloßstraße, in der sich Archivverbund Bautzen, Stadtbibliothek und Haus Buchheim gemeinsam mit dem Freundeskreis der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung mit zahlreichen Aktionen präsentierten. Auch der Bahnhof, auf dessen Dach sich die Besucher umsehen konnten oder das kleine Gartenhäuschen am Lausitzer Druck- und Verlagshaus mit handgedruckten Postkarten zogen zahlreiche Besucher an. In der Neuen Wasserkunst, die im vergangenen Jahr ihr 400-jähriges Bestehen feierte, posierte der Bautzener Wenzel Körner in Anlehnung an das Gemälde von Carl Spitzweg als „Armer Poet“ im eigenes dafür hergerichteten Spitzweg-Zimmer als Fotomodel für die rund 1.300 Gäste. Der 31-Jährige war in einem Facebook-Wettbewerb von den Fans der Bautzener Facebookseite (www.facebook.com/StadtBautzen) zum Gewinner eines Mini-Model-Vertrages gekürt worden. Für das diesjährige Spendenobjekt – die rund 300 Jahre alte Originaltür des Görlitzer Landhauses (heute Stadtbibliothek) – wurden insgesamt 180 Euro eingenommen, den größten Teil spendeten mit 121,16 Euro die Besucher der Neuen Wasserkunst.

An der traditionellen Denkmalpass-Aktion beteiligten sich 64 Denkmalfreunde, 9 von ihnen hatten die Stempel aller Denkmale. Unter allen Teilnehmern verloste Oberbürgermeister Christian Schramm am Nachmittag insgesamt 20 attraktive Preise. Der Hauptpreis – ein Fahrrad im Wert von 350 Euro – ging an Nicole Biber aus Hochkirch.

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