Bezahlen im Internet: Welche Möglichkeiten gibt es?

Viele Internet-User lieben das Surfen und Shoppen im Netz. Dabei haben sie es mit den unterschiedlichsten Anbietern und Bezahlsystemen zu tun. Die Mehrheit der Onlinehändler stellt den Kunden...

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Viele Internet-User lieben das Surfen und Shoppen im Netz. Dabei haben sie es mit den unterschiedlichsten Anbietern und Bezahlsystemen zu tun. Die Mehrheit der Onlinehändler stellt den Kunden elektronische Bezahlverfahren zur Verfügung, einige haben auch klassische Bezahlverfahren im Portfolio. Generell ist festzuhalten, dass alle Bezahlverfahren Vor- und Nachteile mit sich bringen. Verbraucher sollten im Einzelfall Sicherheitsaspekte gegeneinander abwägen und erst dann eine der angebotenen Methoden wählen. Wer über die unterschiedlichen Methoden informiert ist und von den Abläufen Kenntnis hat, kann eine fundierte Entscheidung treffen.

Nie war Shoppen einfacher und flexibler als heute. Foto: pixabay © HebiFot (CC0 Public Domain)
Nie war Shoppen einfacher und flexibler als heute. Foto: pixabay © HebiFot (CC0 Public Domain)

Wenn die Erfahrung fehlt: Überlegt handeln

Die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, die das Internet den Usern bietet, verleiten nicht selten zum Kauf von Waren, die sich ein Käufer manchmal nicht leisten kann. Gerade bei Auszubildenden, die ihr erstes Geld verdienen, sitzt der Euro locker. Wie vor einiger Zeit berichtet, liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung bei durchschnittlichen 700 €. Damit lassen sich keine großen Sprünge machen. Umso wichtiger ist es, die Ausgaben im Blick zu behalten. Empfehlenswert ist, vor jedem Kauf den Kontostand zu überprüfen. Danach sollten Auszubildende überlegen, ob bis zum Monatsende bzw. bis zur nächsten Zahlung der Ausbildungsvergütung noch Fixkosten abgebucht werden. Das könnte Miete, Steuern, Versicherungen oder eine Kreditrate sein. Das Überziehen eines Kontos ist nämlich mit saftigen Kosten verbunden. Ist der Kontostand im Plus und sind keine wesentlichen Abbuchungen mehr zu erwarten, dann steht dem Kauf nichts mehr im Wege. Welches Bezahlverfahren genutzt wird, liegt im Ermessen des Käufers.

Beim Onlinebezahlen verschlüsselte Verbindung nutzen

Wer online bezahlt, sollte generell darauf achten, dass alle Daten über eine sichere SSL-Verbindung verschlüsselt weitergegeben werden. SSL bedeutet „Secure Socket Layer“ und steht für ein technisches Verfahren, das die Kommunikation zwischen dem heimischen PC und dem Server beschreibt. Die codierte Verbindung sollte grundsätzlich gewährleistet sein, wenn persönliche Angaben zu Bankverbindungen, Kreditkarteninformationen etc. abgefragt werden. Ein Kennzeichen dieser sicheren SSL-Verbindung ist die Anzeige im Browser. Hier steht nun statt der typischen Abkürzung HTTP vor der Webseitenadresse das Kürzel HTTPS.

Onlineshopping und nebenbei auf Social-Media-Kanälen mit andern über das Produkt diskutieren. Das Kaufverhalten der Verbraucher hat sich gewandelt. Foto: pixabay © FirmBee (CC0 Public Domain)
Onlineshopping und nebenbei auf Social-Media-Kanälen mit andern über das Produkt diskutieren. Das Kaufverhalten der Verbraucher hat sich gewandelt. Foto: pixabay © FirmBee (CC0 Public Domain)

Zahlung über Bezahlsystem-Anbieter

Viele Onlinehändler bieten das Bezahlen über Bezahlsystemanbieter an. Diese Variante ist dann sinnvoll, wenn Verbraucher ihre persönlichen Kontodaten oder Kreditkartendaten nicht direkt auf einer Website eintragen möchten. Die Vorteile sind:

  • Verbraucher haben ein Konto bei einem der Bezahlsystemanbieter. Dort sind sensible Daten einmalig hinterlegt.
  • Die Bankdaten oder Kreditkartendaten müssen nicht bei jeder Transaktion eingetragen werden. Das trägt zur Sicherheit bei.
  • Die Geschwindigkeit der Abwicklung ist hoch. Meist stehen gekauften Artikel wie Downloads sofort zur Verfügung, Waren werden häufig am selben oder am nächsten Tag verschickt.

Bekannte Bezahlsystem-Anbieter sind Paypal, Click & Buy sowie Moneybooker. Im Onlineshop sind die Logos der verfügbaren Bezahlsystemanbieter hinterlegt. Per Mausklick gelangen User direkt zum ausgewählten Anbieter und können dort ihr registriertes Konto ansteuern. Die Daten des gewünschten Kaufartikels sind bereits übertragen, sodass lediglich die Bestätigung der Zahlung erfolgen muss.

Sicherheitstipp: Die Zugangsdaten zu dem Bezahlsystem-Kontenbei Paypal & Co sollten regelmäßig verändert werden. Das erhöht die Sicherheit erheblich. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Broschüre zusammengestellt, in der alle Bezahlsystemanbieter zu finden sind. Verbraucher erfahren, wie das jeweilige Bezahlsystem funktioniert und welche Vor – und Nachteile diese aufweisen.

Klassische Überweisung auslösen

Wer im Internet unterwegs ist, muss nicht zwangsläufig online bezahlen. Eine Alternative stellt die klassische Überweisung dar. Diese lässt sich nach wie vor bei einer Bankfiliale einreichen oder am dort bereitgestellten Computer per PIN und TAN auslösen. Ein Mittelweg ist das Onlinebanking. Auch bei diesem Vorgang benötigen Bankkunden PIN und TAN. In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, gerade weil Mobilität und Flexibilität der Bankkunden sich permanent erweitern. Derzeit bestimmen diese TAN-Verfahren das Onlinebanking:

Jede Bank bietet unterschiedliche TAN-Verfahren an. Foto: pixabay © PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)
Jede Bank bietet unterschiedliche TAN-Verfahren an. Foto: pixabay © PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)
  • Klassisches TAN-Verfahren,
  • iTAN-Verfahren,
  • mobiles TAN-Verfahren,
  • eTAN-Verfahren,
  • Sm@rt –TAN-Plus-Verfahren,
  • Photo-TAN-Verfahren.

Ausführliche Details und Informationen rund um die unterschiedlichen TAN-Verfahren liefert easycredit.

Zahlung per Kreditkarte

Die Kreditkartenzahlung gehört zu den gängigen Formen beim Onlinekauf. Kreditkarten sind unkompliziert und weithin akzeptiert. Erforderlich ist die Angabe des Kreditinstituts, der Kreditkartennummer und des Sicherheitscodes. Der Verkäufer nutzt diese Daten und zieht den Kaufpreis direkt bei der Kreditkartengesellschaft ein. Ein schneller Warenversand ist möglich, weil die Zahlung seitens der Kreditkartengesellschaft gegenüber dem Händler garantiert ist. Kreditkarten haben den Vorteil, dass Käufer bei beschädigter Ware eine Rückbuchung der Belastung veranlassen können. Bei der Zahlung per Kreditkarte sollten Verbraucher immer auf eine verschlüsselte SSL-Verbindung achten.

Barzahlung: Cash auf den Tisch des Verkäufers

Es kommt zwar immer mehr aus der Mode, doch auch Onlinehändler bieten hin und wieder die Möglichkeit an, Ware in bar zu bezahlen. Damit sprechen sie die Kundschaft an, die grundsätzlich keine sensiblen Bankdaten im Internet preisgeben will. Die eine Alternative ist, Bargeld zum Händler zu bringen und die Ware persönlich abzuholen. Da der Charme vom Onlinehandel darin liegt, dass Verbraucher Angebote in ganz Deutschland, Europa und der ganzen Welt wahrnehmen können, ist das meistens nicht praktikabel. Die zweite Alternative stellt die Zahlscheinmethode dar. Bei einer Barzahlung per Zahlschein erhält der Onlinekunde vom Händler per E-Mail den Zahlschein. Dieser Zahlschein wird ausgedruckt. Dann geht der Kunde mit dem Zahlschein zum kooperierenden Unternehmen vor Ort. Liegt das Geld beim Kooperationspartner vor, signalisiert dieser dem Onlinehändler, dass die Rechnung ausgeglichen ist. Danach geht die Ware an den Kunden raus.

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