Coselturm auf Burg Stolpen wird saniert

Burg Stolpen Am Johannisturm der Burg Stolpen, der Volksmund nennt ihn „Coselturm“, laufen dieser Tage unter Federführung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement Bautzen und der Architektin Jeannette...

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Burg Stolpen
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Am Johannisturm der Burg Stolpen, der Volksmund nennt ihn „Coselturm“, laufen dieser Tage unter Federführung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement Bautzen und der Architektin Jeannette Oleak aus Freital, Bauarbeiten zur Instandsetzung der äußeren Fassade. Dazu wurde der Turm vollständig eingerüstet. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober 2013 abgeschlossen sein. Der Freistaat Sachsen investiert in diese Baumaßnahme insgesamt ca 220.000 Euro.

Insbesondere soll der stark zementhaltige Mörtel von der letzten Instandsetzung aus dem Jahre 1975 entfernt und durch einen Trasskalkmörtel ersetzt werden. Das harte Fugenmaterial hatte zu Rissen und Feuchtigkeitseintrag geführt. Lockere und lose Steine müssen gesichert und teilweise Bewuchs entfernt werden. Natursteinelemente unterliegen einer natürlichen Verwitterung und müssen gesichert werden. Auch das Kegeldach, es entstand in seiner heutigen Form unmittelbar nach den Befreiungskriegen vor 200 Jahren, soll eine Überarbeitung erfahren. Dabei werden die Speier, die bisher das Regenwasser punktuell konzentriert an den Turm brachten, zurückgebaut.

Die Baumaßnahmen führen zu keiner Einschränkung des Besucherverkehrs. Der Turm ist geöffnet und so auch im 333. Lebensjahr der Gräfin Cosel weiterhin zu betreten. Im Innern des Turmes sind keine Baumaßnahmen vorgesehen. Der Wendelstein und die Fenster wurden erst vor wenigen Jahren renoviert bzw. erneuert.

Überarbeitet wurde im Frühjahr diesen Jahres der erste Ausstellungsraum im Coselturm, seit etwa 100 Jahren als „Coselküche“ museal gestaltet. Hier befindet sich neben der museal inszenierten Küchennische eine Dokumentation zum Leben und zur Gefangenschaft der bekanntesten Gefangenen der Veste Stolpen, Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel. Der Ausstellungstext kann nun in vier Sprachen, neben Deutsch auch in Englisch, Polnisch und Tschechisch, gelesen werden. Federführend für die Überarbeitung der Ausstellung zeichnet in bewährter Weise der Ausstellungsgestalter Einhart Grotegut aus Dresden. Die Integration der Fremdsprachen gelang sehr ansprechend, so dass eine optische Überladung durch Text im Raum vermieden werden konnte. Die Ausstellung trägt damit der erfreulichen Entwicklung Rechnung, dass zunehmend Gäste aus den Nachbarländern auf der Burg Stolpen begrüßt werden können.

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