Der Tag des offenen Denkmals lockt vier Millionen Besucher

Alte Posthalterei in Bautzen. Foto: Pressestelle Bautzen Weit mehr als 7.500 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten öffneten am heutigen Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland ihre...

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Alte Posthalterei in Bautzen. Foto: Pressestelle Bautzen
Alte Posthalterei in Bautzen. Foto: Pressestelle Bautzen

Weit mehr als 7.500 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten öffneten am heutigen Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland ihre Türen für Kultur- und Geschichtsfans. Alle Veranstaltungen zogen insgesamt rund vier Millionen Besucher an. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

Viele Veranstalter griffen das Jahresmotto „Farbe“ auf: Bei jedem Denkmal, bei jeder archäologischen Fundstelle spielen Farben eine zentrale Rolle. Prägen sie doch neben der Form unsere Wahrnehmung von Architektur und Bodendenkmalen ganz wesentlich.  Am Denkmaltag konnten die Besucher erfahren, wie Farben nach
historischem Vorbild hergestellt und am Bau verwendet werden. Sie erlebten in kompetenten Führungen, wie die Wirkung von Farbe zu allen Zeiten von den Erbauern gezielt eingesetzt wurde, um unsere Sinneseindrücke zu prägen.

Bundesweit eröffnet wurde der Tag des offenen Denkmals in Hamburg durch Dr. Günter Winands als Vertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kultursenatorin der Hansestadt, Prof. Barbara Kisseler. In Hamburg, wo der Denkmaltag auf ein ganzes Wochenende ausgedehnt war, konnten 30.000 Besucher mehr als 125 geöffnete Denkmale, Sonderführungen und Kunstaktionen passend zum Motto erleben.

Anlässlich der Eröffnungsfeier im Ehrenhof des Hamburger Rathauses sagte Winands: „Der Tag des offenen Denkmals macht uns wieder einmal bewusst, wie sehr unser Land und unsere Kultur von Baudenkmalen geprägt sind.“ Winands betonte, dass Denkmale Identifikation schaffen, sie zu schützen und zu pflegen sei deshalb „… eine bedeutende gesellschaftliche Aufgabe und eine besondere Herausforderung für alle Denkmaleigentümer.“ Die weitaus meisten der insgesamt rund 1,3 Millionen Denkmale in Deutschland befinden sich in privatem Eigentum. „Ohne den Zufluss privater Mittel, auch solcher der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ließe sich die Erhaltung der historischen Bausubstanz nicht bewerkstelligen“, so Winands.

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Die Bonner Stiftung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Sie setzt sich mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitstellung finanzieller Mittel seit 1985 für den Erhalt bedrohter Baudenkmale in Deutschland ein. Seitdem konnte sie mit mehr als 520 Millionen Euro über 4.500 Denkmale vor dem Verfall retten helfen.

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