Deutlicher Preisanstieg in Dresden

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht die Bodenrichtwertkarte 2017 für den Berichtszeitraum 2015/2016 und die Jahresinformation zum Immobilienmarkt. Bodenrichtwertkarte 2017 Der höchste Bodenrichtwert (1) 2017...

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Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht die Bodenrichtwertkarte 2017 für den Berichtszeitraum 2015/2016 und die Jahresinformation zum Immobilienmarkt.

Bodenrichtwertkarte 2017

Der höchste Bodenrichtwert (1) 2017 wurde für den Innenstadtbereich, nördliche Prager Straße mit  4 300 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Auf ähnlich hohem Niveau liegen mit 4 000 Euro pro Quadratmeter die Bereiche um die Frauenkirche und um die Altmarktgalerie. Die Bodenrichtwerte im Innenstadtbereich liegen damit rund sieben Prozent über dem Wert des letzten Berichtszeitraumes. Auf das gesamte Stadtgebiet bezogen liegen die Bodenrichtwerte in einem Bereich von 20 Euro pro Quadratmeter bis 4 300 Euro pro Quadratmeter (Bauland).

Für die Ermittlung der Bodenrichtwerte 2017 bildeten die in der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses erfassten Kauffälle von unbebauten baureifen Grundstücken die Grundlage. Für das Dresdner Stadtgebiet sind insgesamt 782 Bodenrichtwertzonen als Flächen in Baulandqualität ausgewiesen. Sie lassen sich nach Art der Nutzung drei Kategorien zuordnen: Wohnen, Gewerbe und Mischnutzung. Der Hauptanteil liegt mit 645 Zonen und damit 82 Prozent beim Wohnen. Gewerbe mit 57 Zonen und Mischnutzung mit 80 Zonen nehmen rund sieben beziehungsweise zehn Prozent ein.

Die Bodenrichtwerte 2017 spiegeln das Marktgeschehen der letzten zwei Jahre wider. Der durchschnittliche Wertanstieg alle 782 Bodenrichtwertzonen beträgt im Vergleich zu 2015 17 Prozent. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die Bodenrichtwerte für Wohnen bestimmt, die durchschnittlich um 19 Prozent gestiegen sind. Die Bodenrichtwerte für Gewerbe und Mischnutzung sind dagegen um durchschnittlich sechs bzw. 12 Prozent gestiegen.

Folgender Vergleich veranschaulicht am Beispiel von Bodenrichtwerten für den Wohnungsbau die Entwicklungstendenz:

  2017 2015

Spitzenwert (IA-Lage)

4300 4000
 

Art

Lage

Spanne

Ø

Lage

Spanne

Ø

Eigenheimgrundstücke

gut

95 – 450

225

gut

70 – 390

195

mittlere

45 – 300

155

mittlere

40 – 300

140

 

Geschosswohnungsbau

gut

80 – 690

305

gut

70 – 600

180

mittel

60 – 600

190

mittel

40 – 380

145

Neben Bodenrichtwerten für Bauland wurden auch für Land-, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Grundstücke neue Richtwerte abgeleitet. Hier ist eine steigende Tendenz für Ackerland, Wald und besonders für Grünland (außerlandwirtschaftliche Nutzung) zu verzeichnen.

Jahresbericht 2017 zum Grundstücksmarkt

Der Jahresbericht 2017 zur Entwicklung des Immobilienmarktes im Geschäftsjahr 2016 kann als CD-ROM oder pdf-Datei im Kundenservice des Amtes für Geodaten und Kataster (E-Mail: geodaten-kundenservice@dresden.de) oder  unter www.dresden.de/online-shop mit einer Schutzgebühr von 40 Euro erworben werden. Weitere Informationen zum Jahresbericht 2017 und Grundstücksmarktberichten zurückliegender Jahre sowie andere Leistungen des Gutachterausschusses finden Sie im Internet unter www.dresden.de/gutachterausschuss.

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