Feier-Fakten: Wie jede Party Geld in die Staatskassen spült

Foto: © istock.com/Yuri_Arcurs Momentan haben die Anhänger großer traditioneller Feste wenig zu lachen, denn sowohl Ostern als auch Weihnachten liegen in weiter Ferne. Die Wirtschaft allerdings arbeitet ganzjährig...

358
358
Foto: © istock.com/Yuri_Arcurs
Foto: © istock.com/Yuri_Arcurs

Momentan haben die Anhänger großer traditioneller Feste wenig zu lachen, denn sowohl Ostern als auch Weihnachten liegen in weiter Ferne. Die Wirtschaft allerdings arbeitet ganzjährig diesen und anderen Großereignissen entgegen: Silvester, Weihnachten, Ostern und Co. sind heute mehr denn je Feste für die Spielzeugindustrie, die Schokoladenhersteller und den Einzelhandel geworden. Schließlich sorgt die alljährliche Feierei nicht nur in Deutschland für großen Umsatz.

Umsatzsprung an Silvester

Insbesondere Silvester sollte dabei nicht aufler Acht gelassen werden. Schließlich macht die Sektindustrie allein mit dem Silvestergeschäft unglaubliche 18 Prozent ihres Umsatzes. Was Silvester für die Sektindustrie ist, ist der Valentinstag f¸r das Blumengeschäft. Allein in Deutschland werden am „Tag der Liebenden“ 122 Millionen Rosen importiert. Weitere überraschende Zahlen zum Feierei-Konsum der Deutschen und anderer Länder finden sich auch in einer interaktiven Grafik unter weihnachtskarten-druck.com.

Ostern wird zum „kleinen Weihnachten“
Laut dieser Statistik steigt auch der Umsatz des deutschen Weihnachtsgeschäftes langsam an und erreichte 2014 einen Spitzenwert von 85,5 Milliarden Euro. Doch auch Ostern lassen sich die Deutschen nicht lumpen: Die Osternester bleiben prall gefüllt und ähnlich wie an Weihnachten steigt auch bei diesem eigentlich ja christlichen Fest der Wert der Geschenke. Lagen früher traditionell Eier und etwas Süßes im Osternest, darf es heute auch schon gerne einmal ein Computerspiel oder gleich ein neues Fahrrad sein. Wie positiv der Einzelhandel diese Entwicklung auffasst, macht dieses Video deutlich.

Ein Blick nach Großbritannien: Die spinnen die Briten!

In Großbritannien werden die bereits genannten traditionellen Feste natürlich auch gerne und auslassend gefeiert. Trotzdem gibt es bei den Briten einen Feier- und Wirtschaftsfaktor, der den Deutschen wohl für immer vorenthalten bleibt: Die Rede ist natürlich von den Royals! Da gibt es beispielsweise die jährliche Geburtstagsfeier der Queen am zweiten Juniwochenende. Das „Trooping the Colour“ feiert unter anderem den eigentlich im April liegenden Geburtstag des britischen Staatsoberhaupts. Diese Tradition der öffentlichen Geburtstagsfeier geht bis auf das Jahr 1748 zurück. Doch wer jetzt über die Kosten der Monarchie zu klagen beginnt, der sollte den Wirtschaftsfaktor „Royals“ mal etwas genauer betrachten: Allein die Geburt von Prinzessin Charlotte, Williams und Kates zweitem Baby soll Großbritanniens Wirtschaft laut Experten einen Umsatz von umgerechnet 280 Millionen Euro gebracht haben. Denn die Briten und auch die Touristen lieben ihre royalen Erinnerungsstücke und Souvenirs.

Es lässt sich also festhalten, dass die traditionellen Feiern, egal ob in Deutschland oder anderswo, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden sind. Ein Grund mehr also, sich das Feiern keinesfalls verbieten zu lassen, schließlich verdient Vater Staat ja kräftig mit.

Auch Interessant

In this article