Frühlingszeit – Leidenszeit für Pollen-Allergiker

– Anzeige – KKH-Allianz Bautzen: Was Allergikern jetzt hilft Juckende Augen und Fließschnupfen könnten Allergiker in diesem Jahr besonders früh quälen. Foto: djd/thx/cefasel Während viele das Frühjahr mit...

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KKH-Allianz Bautzen: Was Allergikern jetzt hilft

Juckende Augen und Fließschnupfen könnten Allergiker in diesem Jahr besonders früh quälen.  Foto: djd/thx/cefasel
Juckende Augen und Fließschnupfen könnten Allergiker in diesem Jahr besonders früh quälen. Foto: djd/thx/cefasel

Während viele das Frühjahr mit allen Sinnen genießen, quälen Pollenallergiker in diesen Wochen Augentränen, Hustenanfälle, Niesattacken oder Atemnot. Ausgelöst werden sie durch kleinste, für das Auge kaum wahrnehmbare Blütenstaubpartikel, die mit den Schleimhäuten in der Nase oder an den Augen der Betroffenen in Kontakt kommen. Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund leiden 16 Prozent der Bundesbürger unter einer Pollenallergie, bekannt als Heuschnupfen. „Zu den Auslösern zählen im Frühling die Pollen von Bäumen wie Weide, Esche, Birke und Hainbuche“, erklärt Clemens Prudlo, Leiter des KKH-Allianz Servicezentrums in Bautzen, „später im Jahresverlauf treten die von Gräsern, Getreide und Kräutern auf.“ Davor schützen kann man sich kaum, werden Pollen doch über die Luft nahezu überall hin verteilt.

Ob eine Erkältung vorliegt oder tatsächlich eine Pollenallergie, lässt sich mittels Haut- und Bluttest herausfinden. „Diese sollten von einem auf Allergien spezialisierten Arzt durchgeführt werden“, rät Prudlo. Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Immunsystem stark abwehrend gegen an sich harmlose Stoffe aus der Umwelt, so genannte Allergene. Neben Pollen zählen dazu beispielsweise Lebensmittel, Hausstaub oder Tierhaare. Die Ursachen für Allergien sind noch nicht endgültig geklärt. Genetische Faktoren kommen ebenso in Frage wie übertriebene Hygiene, Umweltverschmutzung oder veränderte Lebensgewohnheiten.

Rasches Erkennen und Behandeln von Allergien ist wichtig, damit zum Beispiel aus einem Heuschnupfen kein allergisches Asthma wird. Behandelt wird medikamentös mit Antihistaminika und Kortison. Einige Antihistaminika sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Eine Alternative stellt die Hyposensibilisierung dar. „Bei dieser Art Schutzimpfung wird Betroffenen das jeweilige Pollenallergen in steigender Dosierung verabreicht, um sie gegen die betreffende Pollenart unempfindlich zu machen“, so Clemens Prudlo. „Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenversicherung.“ Versicherte müssen lediglich die gesetzliche Zuzahlung leisten.

Allergien beeinträchtigen die Lebensqualität und auch die Leistungsfähigkeit von Betroffenen erheblich. Damit es ihnen in diesen Wochen besser geht, hier einige Tipps:

  • Fenster geschlossen halten, nur lüften, wenn die Pollenkonzentration jeweils am niedrigsten ist: in Stadtgebieten am frühen Morgen, in ländlichen Gebieten am Abend.
  • Während starker Pollenflugphasen längere Aufenthalte draußen vermeiden.
  • Beim Autofahren Fenster und Schiebedach geschlossen halten. Das Lüftungssystem mit einem Pollenfilter versehen, der einmal jährlich zu wechseln ist.
  • Vor dem Schlafengehen Haare waschen, damit darin verfangene Pollen nicht in Nase und Augen dringen.
  • Pollenflugvorhersagen zum Beispiel unter www.kkh-allianz.de/gesundheitswetter nutzen.
  • Betroffene sollten ihren Allergiepass bei sich haben, damit ein Arzt im Notfall richtig handeln kann.

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