Gegen Gewalt an Frauen

M.D.Jugendliche entwarfen T-Shirts für die Aktion „Hinsehen würde helfen“. Bautzen. (M.D.) Es war ein Tag gegen Gewalt – gegen Gewalt an Frauen – zu dem die Gleichstellungsbeauftragten des...

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Gewinnerinnen der T-Shirt-Aktion "Hinsehen würde helfen"
M.D.
Jugendliche entwarfen T-Shirts für die Aktion „Hinsehen würde helfen“.

Bautzen. (M.D.) Es war ein Tag gegen Gewalt – gegen Gewalt an Frauen – zu dem die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und der Stadt Bautzen, Frau Heidemarie Tröger und Frau Andrea Spee-Keller, am 17. November inden Großen Saal des Landratsamtes Bautzen geladen hatten. Anlass war der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, der im Nachgang am 25. November begangen wurde. Ein guter Grund, der Einladung zu folgen, war die Ausstellung von Entwürfen Jugendlicher zur T-Shirt-Aktion „Hinsehen würde helfen“, die im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde.

Zu Beginn führte ein bewegender Filmausschnitt aus der Tatortfolge „Schwarzer Peter“ in die Problematik der häuslichen Gewalt ein. In einem von Andrea Spee-Keller moderierten Podiumsgespräch diskutierten Dana Escher vom Bautzener Frauenschutzhaus, die Schirgiswalder Rechtsanwältin Ulrike Hoppe und der Revierleiter der Polizeidirektion Bautzen, Frank Wobst, die Möglichkeiten der Prävention und Reaktion im Landkreis Bautzen. Man kam zu dem Schluss, dass es in der Region ausreichend Fachkräfte gibt, die Hilfestellung geben können. Wichtig ist, das die Fälle auch zur Anzeige gebracht werden. Frank Wobst betonte, dass auch anonymen Hinweisen in jedem Fall nachgegangen würde und seit jüngster Zeit Wohnungsverweisungen für eine Dauer von bis zu 14 Tagen verfügt werden können.

Höhepunkt der Aktion war die Preisverleihung an die Sieger der T-Shirt-Aktion durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Es gewann der Beitrag von Sina Hammermann und Loren Scholze vom Berufsschulzentrum Wirtschaft und Technik. Ihr Entwurf wurde auf T-Shirts und Plakate gedruckt und ab dem 25. November, dem „internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, in Geschäften und Einrichtungen der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

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