Handwerk: Schule muss zur Ausbildungsreife führen

3000 Schüler stehen in Sachsen ohne Abnschluss da. Konzepte gegen das Dilemma sind nicht in Sicht. Das Handwerk fordert spürbare Nachbesserungen im Bildungsbereich. Der Schwerpunkt liegt dabei bei...

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3000 Schüler stehen in Sachsen ohne Abnschluss da. Konzepte gegen das Dilemma sind nicht in Sicht.

Das Handwerk fordert spürbare Nachbesserungen im Bildungsbereich. Der Schwerpunkt liegt dabei bei einer Verbesserung der Ausbildungsreife von Schülern. Claus Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Es kann nicht sein, dass immer noch Tausende junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen. Wir brauchen dringend inhaltliche Veränderungen im Bildungssystem, die dazu führen, dass alle Jugendlichen in die Lage versetzt werden, einen Beruf zu erlernen.“

Unterstützung erhält das sächsische Handwerk bei seinen bildungspolitischen Forderungen jetzt durch den Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler: Bei einer CDU-Bildungskonferenz in Berlin forderte er: „Die Schulstruktur ist für uns nicht so entscheidend. Das Niveau der Schulabgänger muss stimmen“. Vor allem eine individuelle Förderung von Lernschwächeren und Sitzenbleibern sei erforderlich.

Schulabgänger ohne Abschluss haben nach allen Erkenntnissen wenig Chancen, ihre Defizite im späteren Berufsleben aufzuholen. Umso wichtiger ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf mit zusätzlichen Angeboten zu unterstützen.

Jährlich verlassen rund 3000 sächsische Schüler die Schule ohne Abschluss, bundesweit sind es etwa 70.000. Das sächsische Handwerk hat wiederholt Veränderungen im Bildungswesen gefordert, zuletzt bei einem Parlamentari-schen Abend in Dresden. „Wir freuen uns, dass die CDU das Thema Bildung in Regionalkonferenzen diskutiert. Aber wir vermissen – übrigens von allen Parteien – schlüssige Konzepte, die das Schulabbrecher-Dilemma nachhaltig anfassen“, so Dittrich.

Quelle: HWK Dresden

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