Historischer Badespaß beim Tag des offenen Denkmals in Bautzen

Am Tag des offenen Denkmals durfte auch mal wie zu alten Zeiten gebadet werden. Foto: Stadtverwaltung Bautzen Historische Gebäude, ein vielfältiges Programm mit Führungen, Theater, Kunst und auch...

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Am Tag des offenen Denkmals durfte auch mal wie zu alten Zeiten gebadet werden. Foto: Stadtverwaltung Bautzen
Am Tag des offenen Denkmals durfte auch mal wie zu alten Zeiten gebadet werden. Foto: Stadtverwaltung Bautzen

Historische Gebäude, ein vielfältiges Programm mit Führungen, Theater, Kunst und auch Akrobatik sowie ein sonniges Herbstwetter haben zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 9. September 2012, wieder tausende Besucherinnen und Besucher nach Bautzen gelockt. Unter dem Titel „Holz“ wurden in den 15 Denkmalstagsobjekten insgesamt 12.424 Besuche gezählt. Zu den besonders frequentieren Besichtigungsobjekten zählten die Gedenkstätte Bautzen, die Ortenburg mit Stucksaal und Dach, die Aktion „Mättig bittet zu Tisch“ in der Stadtbibliothek sowie der Dom St. Petri, in dem unter anderem die Restaurierungsarbeiten am Epitaph des Bautzener Arztes, Gelehrten und Mäzen Dr. Gregorius Mättig (1585-1650) vorgestellt wurden. Eine Holzkunstperformance auf dem Bautzener Hauptmarkt, die Präsentation von Holzbautechniken durch Auszubildende des ÜAZ Bautzen sowie das halbstündliche Turmblasen mit den Bautz`ner Stadtpfeifern sorgten für eine gelungene Atmosphäre in der Bautzener Altstadt.

Die Eröffnungsveranstaltung des Bautzener Denkmalstages am Freitag, dem 7. September 2012, stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum der Altstadtsanierung. Auf einer Podiumsdiskussion erinnerten einstige und derzeitige Akteure der Sanierung an die enorme Aufbauleistung, mit der Eigentümer und Verwaltung seit der Wende die Bautzener Altstadt vor ihrem Verfall gerettet hatten. Ein großer Teil der Erinnerungen ist zudem im Buch „Rettet die Altstadt – 20 Jahre Stadtsanierung Bautzen“ der Bautzener Denkmalschützerin Christa Kämpfe und des Bürgermeisters für Bauwesen Peter Hesse niedergeschrieben, das am Abend vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Lebendig, wo man Neues schafft und Altes erhält“ ist zudem ein Kalender für das Jahr 2013 mit Fotografien von Rudolf Hartmetz (1941-2007) erschienen. Buch und Kalender waren auch zum Tag des offenen Denkmals stark nachgefragt.

Auch historische Gebäude waren von großem Interesse: Foto: Stadtverwaltung Bautzen
Auch historische Gebäude waren von großem Interesse: Foto: Stadtverwaltung Bautzen

Das Interesse an der baulichen Vergangenheit und Zukunft der Stadt dokumentierten auch zahlreiche Besucher eines Volksfestes rund um das Gebäude Goschwitzstraße 9. Auf dem Gelände der ehemaligen Posthalterei plant ein Investor den Bau eines Einkaufszentrums. Auf großes Besucher-Interesse stieß auch die „Facebook-Modelaktion“ an der Neuen Wasserkunst. Mit einem Bilderrätsel und einem symbolischen „Modelvertrag“ hatte die Stadt in dem sozialen Netzwerk ein „Model“ gesucht, das in mittelalterlicher Bademode in einem historischen Badezuber eine Lesung abhält. Verpflichtet wurde schließlich der Bautzener Student Wenzel Körner, der als „König Wenzel“ komplette vier Stunden lesend, speisend und trinkend im Badezuber verbrachte. Auch die in der Neuen Wasserkunst angebotene Bücherbörse erfreute sich großer Resonanz: Mehr als 1.000 Bücher wurden in dem historischen Gebäude abgegeben oder ausgetauscht.

An der traditionellen Denkmalpass-Aktion beteiligten sich 49 Denkmalfreunde, 39 von ihnen hatten die Stempel von mindestens zehn Denkmalen. Unter allen Teilnehmern verloste Oberbürgermeister Christian Schramm am Nachmittag insgesamt 20 attraktive Preise. Der Hauptpreis – ein Fahrrad im Wert von 250 Euro – ging an Evelyn Hantschke aus Bautzen.

 

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