Im Umgebindehaus fehlt eine Frau

Johann Lehmann vor seinem Haus Großdubrau Ortsteil Brehmen. Die Umgebindehäuser sind ein Wahrzeichen der Oberlausitz und stehen in großer Anzahl im Bautzner Oberland. Da ist es schon eine...

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Johann Lehmann vor seinem Haus

Großdubrau Ortsteil Brehmen. Die Umgebindehäuser sind ein Wahrzeichen der Oberlausitz und stehen in großer Anzahl im Bautzner Oberland. Da ist es schon eine Seltenheit, wenn man im sorbisch geprägten Brehmen ein solches Umgebindehaus erspäht. So auch das 1888 erbaute, welches Johann Lehmann sein Eigen nennen darf. Die letzten Bewohner waren die Eheleute Böhm. Danach stand das Haus über 10 Jahre leer und es drohte der Verfall. Aber der jetzt 50-jährige Sohn der Böhms traute sich die Restaurierung zu und begann etappenweise, wie es der Geldbeutel ermöglichte, mit dem wagemutigen Unternehmen. So wurde es mit Hilfe der Familienangehörigen, Bekannten und Freunde zu einem wahren Schmuckkästchen. Das Haus steht unter Denkmalschutz, jedoch wurden keine Fördermittel in Anspruch genommen. Und so blieb der Freundeskreis, die nur gegen eine ordentliche Versorgung kamen und halfen. Andreas Böhm ist stolz auf das Geschaffene und sieht es als sein Lebenswerk an. Durch seine intensive Bautätigkeit konnte er allerdings nicht auf Brautschau gehen und lebt allein in seinen Schmuckstück, welches im Dorfzentrum liegt. Er hat aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er für sich und sein Heim noch eine Frau finden wird. Er, der aktiven Sportler, hat seine Arbeit im nahen Dachziegelwerk Creaton gefunden und kegelt aktiv in der I. Männermannschaft der SV 1896 Großdubrau.

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