Insolvenzantrag der Autohaus Voigt GmbH

Das Autohaus in Großenhain ist bereits seit Ende 2014 geschlossen. Foto: BautzenerBote Die familiengeführte Autohaus Voigt GmbH mit Sitz in Löbau sowie mit Standorten in Bautzen und in...

500
500
Das Autohaus in Großenhain ist bereits seit Ende 2014 geschlossen. Foto: BautzenerBote
Das Autohaus in Großenhain ist bereits seit Ende 2014 geschlossen. Foto: BautzenerBote

Die familiengeführte Autohaus Voigt GmbH mit Sitz in Löbau sowie mit Standorten in Bautzen und in Großenhain hat am 29.12.2014 beim Amtsgericht Dresden einen Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit diesem Schritt und der Vorbereitung eines Insolvenzplans wird die eingeleitete Sanierung der Autohausgruppe fortgesetzt.

Ziel der Geschäftsführung ist es, für die Autohäuser in Löbau und Bautzen neue Strukturen zu schaffen und so die Standorte für die Zukunft im Automobilhandel aufzustellen. Die Service- und Verkaufsteams sind zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar und für die Kunden da. Die Autohaus Voigt Hochkirch GmbH & Co KG mit Sitz in Hochkirch ist von dem Verfahren nicht betroffen.

„Wir haben uns mit der Übernahme der Häuser in Bautzen und Großenhain im Jahr 2012 bei gleichzeitig schwachen Absatzmärkten teilweise verdeckte Probleme in den Betrieb geholt. Diese konnten wir in zwei Jahren trotz starker Korrekturen im herkömmlichen Geschäftsbetrieb nicht beseitigen“, sagen die Geschäftsführer Thomas und Anja Voigt. „Die Einleitung eines Sanierungsverfahrens nach dem seit 2012 geltenden Gesetz zur weiteren Erleichterung von Unternehmenssanierungen (ESUG) ist für die Belegschaft und für unsere Familie ein harter Weg. Ziel ist es, unsere Serviceverpflichtungen gegenüber unseren Kunden in neuen Strukturen fortzuführen.“

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht in Dresden den hannoverschen Rechtsanwalt Silvio Höfer aus der auf Sanierung spezialisierten Kanzlei anchor Rechtsanwälte. Er bescheinigt dem Unternehmen sehr gute Sanierungschancen: „Ziel ist es, unter Nutzung aller Möglichkeiten des Insolvenzverfahrens, den Geschäftsbetrieb insgesamt stabil und wirtschaftlich aufzustellen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Ein Insolvenzplan ist hierfür ein sehr gutes Instrument.“

Das Unternehmen zählt insgesamt 139 Mitarbeiter. Sie wurden bereits am 29.12.2014 in einer Belegschaftsversammlung von der Geschäftsleitung und dem vorläufigen Insolvenzverwalter informiert. Die Namen Voigt und Automobil bilden seit fast 60 Jahren eine Einheit. Gegründet 1957 in Hochkirch, kamen 1998 Volkswagen- und Audi-Betriebe in Löbau sowie zuletzt in Bautzen und Großenhain hinzu. Viele Auszeichnungen bestätigen den hohen Serviceanspruch, den Mitarbeiter und Geschäftsführung gegenüber ihren Kunden haben. „Unser Familienunternehmen steht für Stabilität und Kundentreue. Wir sind zuversichtlich, dass uns unsere Kunden bei dem schwierigen aber notwendigen Weg, den wir vor uns haben, begleiten werden“, so Thomas Voigt.

Quelle:

www.anchor.eu

Auch Interessant

In this article