Krankenhaus St. Carolus baut Gefäßchirurgie aus

Bild: Nils Walther, Chefarzt der Abteilung Chirurgie am Görlitzer Malteser Krankenhaus St. Carolus (l.), hat den Chirurgen Dawid Hadasik (r.) auf seiner Facharztweiterbildung zum Gefäßchirurgen begleitet. Zum ersten...

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Bild: Nils Walther, Chefarzt der Abteilung Chirurgie am Görlitzer Malteser Krankenhaus St. Carolus (l.), hat den Chirurgen Dawid Hadasik (r.) auf seiner Facharztweiterbildung zum Gefäßchirurgen begleitet.

Zum ersten Mal ist am Gesundheit, G St. Carolus in Görlitz ein Facharzt für Gefäßchirurgie ausgebildet worden. Der 41-jährige Dawid Hadasik, seit 2008 Facharzt für Allgemeinchirurgie, hat sich bereits vor seiner Zeit in Görlitz im polnischen Tychy auf die Behandlung von Gefäßerkrankungen spezialisiert. 2011 zog er nach Deutschland und begann am Malteser Krankenhaus St. Carolus zu arbeiten. Als Nils Walther ein Jahr später Chefarzt der chirurgischen Abteilung wurde, hat er zum einen die Gefäßchirurgie im Malteser Krankenhaus etabliert, zum anderen entschloss er sich, den jungen Arzt zum Facharzt in dieser Spezialisierung auszubilden. Aufgrund seiner Vorkenntnisse konnte Dawid Hadasik bereits nach drei Jahren (statt nach fünf) die Anerkennung im Bereich Gefäßchirurgie erlangen.
Schwerpunkt der Abteilung ist die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, einer Erkrankung der Arterien. Sie wird am Malteser Krankenhaus zunehmend endovaskulär, also minimalinvasiv versorgt.
Der zweite Schwerpunkt ist die Behandlung von Varizen, Krampfadern. Auch hier ist das endovaskuläre Vorgehen auf dem Vormarsch.
„Für uns ist es seit Langem Ziel, die Gefäßchirurgie im Malteser Krankenhaus St. Carolus weiterzuentwickeln und auszubauen“, sagt Chefarzt Nils Walther. „Mit unserer Erfahrung und unseren Kompetenzen können wir in Zukunft auch die Erkrankungen an der Bauchhauptschlagader (Aorta abdominales) noch besser behandeln.“ Durch die Ausbildung des zweiten Gefäßchirurgen ist nun eine ständige Besetzung der Abteilung Gefäßchirurgie möglich.
Dawid Hadasik möchte außerdem seine Fähigkeiten in der endovaskulären Gefäßchirurgie weiterentwickeln. Dafür bietet die neue Durchleuchtungsanlage des Krankenhauses sehr gute Möglichkeiten. Mit diesem Gerät lassen sich nach Gabe eines Kontrastmittels Verengungen, Erweiterungen oder Missbildungen der Blutgefäße sehr deutlich erkennen. Die genaue Diagnose ist eine wichtige Voraussetzung für eine anschließende minimalinvasive Operation.

Foto: Malteser

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