Licht und Schatten bei den Volleyballfreunden

Standortbestimmung, das war das Schlagwort für die ersten beiden Heimspiel der 2. Männermannschaft von den Volleyballfreunden Blau-Weiß, die am Sonnabend in eigener Halle die Vertretungen aus Panschwitz-Kuckau und...

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Standortbestimmung, das war das Schlagwort für die ersten beiden Heimspiel der 2. Männermannschaft von den Volleyballfreunden Blau-Weiß, die am Sonnabend in eigener Halle die Vertretungen aus Panschwitz-Kuckau und Niesky erwarteten. Erfreulicherweise konnte sich auch der etatmäßige Kapitän und Zuspieler Torsten Schulz nach längerer Verletzungspause zurückmelden.

Das erste Spiel gegen den SV Marienstern Panschwitz-Kuckau war bereits im Vorfeld als das Leichtere eingestuft worden, so dass für die Männer von Horst Siegemund nichts anderes als der Sieg zählte.

Danach sah es aber anfangs nicht aus. Ob dies nun der erneut geänderten Aufstellung oder hohen Zuschaueranzahl in der Halle geschuldet war, jedenfalls lagen die Blau-Weißen schnell hinten und konnten erst Mitte des ersten Satzes das Heft in die Hand nehmen. Erst nach einer kleinen Aufgabenserie konnte sich Hoyerswerda mit 19:15 absetzen und das eigene Spiel etwas beruhigter aufbauen. Diesen Vorsprung gaben die Blau Weißen bis zum Satzende (25:19) auch nicht mehr her.

Im zweiten Durchgang das gleiche Spiel, Panschwitz erkämpfte sich die ersten Punkte bzw. bekam sie von den Elsterstädter geschenkt, die eine haarsträubende Anzahl an Aufgabenfehlern vorwies. Einzig eine Aufgabenserie von Tommy Hilse hielt die Blau Weißen zu dieser Zeit im Rennen. Erst beim Stand von 12:11 übernahmen die Männer um Torsten Schulz wieder die Initiative und dem Kapitän selbst sowie Maik Huth war es überlassen, mit Aufgabenserien von jeweils 5 Punkten, das beruhigenden Polster herauszuspielen. So stand es nach gespielten 22 min 25:17 für Hoyerswerda.

Mit dem 2. Satz Vorsprung im Rücken spielten die Gastgeber jetzt befreiter und auch konzentrierter auf und konnten sich durch schöne Aktionen, allen voran von Tommy Hilse, schnell mit 5 Punkten absetzen. Auch ein Wechsel brachte keinen Bruch ins Spiel, Christoph Kölling konnte Gregor Schillmann gut ersetzen. Nach sehr schnellen und kurzweiligen 19 min konnten dann Zuschauer und Mannschaft den ersten Sieg in dieser Saison feiern; der Satz ging souverän mit 25:13 an Hoyerswerda.

Den Schwung aus dem ersten Spiel wollten die Männer um Kapitän Schulz mit ins zweite Spiel gegen TuS Niesky nehmen, Horst Siegemund warnte aber seine Mannen von allzu großer Lockerheit, da Niesky als sehr gut eingespieltes Team bekannt ist.

Der erste Satz ließ sich gut an für die VF. Es gelang fast alles, ob Angriffe über außen oder die Mitte, die Angriffe des Gegner konnten im Block und im Feld gut abgewehrt werden. Niesky schien noch nicht auf dem Platz zu sein, denn nach 19 gespielten Minuten war der Satz beim Stand von 25:16 auch bereits zu Ende.

Das wollten die Zuschauer sehen und auch die Motivation auf der Bank von Hoyerswerda war zu diesem Zeitpunkt riesig.

Leider änderte sich das Bild im zweiten Abschnitt. Als ob der Satzverlust wie ein Wecker für Niesky war, gingen die Männer um Lutz Kliemand aggressiver zu Werke und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem Niesky immer knapp in Führung lag. Die Elsterstädter kamen jetzt schlechter in die Blockarbeit und auch der Angriff war nicht mehr so durchschlagskräftig wie noch in den vorherigen 4 Sätzen. Beim Stand von 20:23 aus Hoyerswerdaer Sicht nahm Horst Siegemund noch eine Auszeit, um sie Seinen zu motivieren. Geholfen hat es nicht, denn nur kurze Zeit später ging der Satz mit 25:20 an den Gegner.

Ein zum Teil grausames Bild bot sich den Zuschauern zu Beginn des dritten Durchganges, als die ersten 5 Punkte an Niesky gingen und die wie im Rausch spielenden Gäste den Vorsprung sogar bis auf 9 Punkte ausbauen konnten. Nach zwei Auszeiten und der entsprechenden Ansprache des Trainers wehrten sich die Hausherren zwar tapfer aber mehr als Ergebniskosmetik zum Satzendstand von 18:25 war nicht drin.

Vor Beginn des vierten Satzes wies Hoyerswerdas Trainer noch mal auf die Spielstärke von Niesky hin und appellierte an die Konzentration der Spieler. Genutzt hat es nur bedingt. So wenig man den Gastgebern ihren Kampfgeist absprechen konnte, so sehr musste selbst der neutrale Beobachter das gute Spiel der Gäste anerkennen, die in ihrem Zuspieler wohl den besten Spieler des Tages in den eigenen Reihen wussten. Auch zwei weitere Wechsel von Huth auf Paulick sowie Schillmann auf Hoffmann konnten nicht die erhoffte Wende bringen und Niesky gewann nach 19 min Satz (16:25) und Spiel.

Den Männern um Kapitän Schulz bleibt die erste Erkenntnis, dass noch viel an der Abstimmung gearbeitet werden muss, aber dass man mit Tommy Hilse einen sehr talentierten Spieler in seinen Reihen hat, um den sie andere Mannschaften in dieser Liga durchaus beneiden. Die zweite Erkenntnis ist, dass das Hoyerswerdaer Publikum auch beim Volleyball zahlreich vertreten ist, wofür sich die Mannschaft bei allen Zuschauern bedankt.

Blau Weiß spielte mit Schulz, Schillmann, Hoffmann, Paulik, Buchholz, Huth, Kölling, Dutschmann

R.Nobel

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