Mareen von Römer feiert 400 Pflichtspiele für den DSC

Am Samstag spielten Katharina Schwabe und Co. im Hexenkessel gegen die Ladies in Black Aachen. Ein ganz normales Bundesligaspiel möchte man meinen, aber für Zuspielerin Mareen von Römer...

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Am Samstag spielten Katharina Schwabe und Co. im Hexenkessel gegen die Ladies in Black Aachen. Ein ganz normales Bundesligaspiel möchte man meinen, aber für Zuspielerin Mareen von Römer war es ein ganz besonderes Spiel, denn es war ihr 400. Pflichtspiel für den DSC.

Mit elf Jahren stand die damals noch kleine Mareen in ihrer Heimatstadt Dresden das erste Mal auf dem Volleyballfeld. Der Startschuss für eine bis heute sehr erfolgreiche Karriere. Begonnen hat alles beim Nachwuchs des Dresdner SC. Das Volleyball-Einmaleins erlernte die heute 1,83m große Zuspielerin unter dem damaligen Nachwuchstrainer Klaus Kaiser.

Über den DSC fand die frühere Mareen Apitz den Weg zum Zürich Team VC Olympia Berlin, kehrte aber bereits nach einem Jahr zusammen mit Stefanie Waibl (früher Karg) und Stephanie Kestner zurück zu ihrem Heimatverein. Mit achtzehn Jahren schaffte sie den Sprung in das Erstligateam aus Dresden und lief am 15. Oktober 2005 das erste Mal in der Margon Arena gegen Braunschweig auf. Zum damaligen Zeitpunkt stand mit Polin Anna Swietonska eine starke Konkurrenz auf der Zuspielerposition. Für die junge Mareen eine große Herausforderung, bei der sie viel gelernt hat.

Die harte Arbeit zahlte sich aus, denn 2006 wurde sie in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen und feierte 2007, mit gerade einmal zwanzig Jahren, ihren ersten Titel, die Deutsche Meisterschaft in der 1. Volleyball Bundesliga Damen. Schnell entwickelte sich Mareen zu einer unantastbaren Spielgestalterin, spielte sich unter Leitung von Cheftrainer Alexander Waibl in die Stamm-Sechs und gewann zusammen mit ihrem Team weitere wichtige Titel ihrer Karriere. Nach der gewonnen Deutschen Meisterschaft im Jahr 2014 zog es die inzwischen 27-Jährige ins Ausland.

Die Dresdnerin wechselte nach Frankreich, zum Top-Club RC Cannes und gewann mit ihrer Mannschaft 2015 die französische Meisterschaft. Eine weitere wichtige Stufe auf der Karriereleiter. Es folgte der Wechsel nach Azeryol Baku und 2016 der Schritt zurück in ihre Heimat Dresden und zu ihrem Herzensverein, dem Dresdner SC. Tatsächlich dachte sie zu diesem Zeitpunkt, dass sie 2018 ihre Volleyballkarriere beenden würde, aber diesen Gedanken verwarf sie schnell, nachdem sie 2016 eine weitere Deutsche Meisterschaft auf dem Titelkonto verzeichnen konnte. Ihr Ehrgeiz sagte ihr: da geht noch mehr!

Mareen verlängerte im Zuge dessen im Mai diesen Jahres ihren Vertrag beim Dresdner SC um weitere zwei Jahre. Ein Glück, denn Mareen ist eine wichtige Größe in der Mannschaft und für den Verein. Sie ist Identifikationsfigur für den DSC und zugleich die beste Zuspielerin in Deutschland.

Heute ist Mareen einunddreißig und für viele Nachwuchs-Volleyballerinnen ein Vorbild, denn sie zeigt, welche Erfolge mit kontinuierlicher Arbeit und Ehrgeiz gekoppelt mit besten sportlichen Bedingungen möglich sind.

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