Neue Optionen bei Schlaganfall und Herzinfarkt diskutiert

Hoyerswerda, 18. September 2011. Rund 100 Interessierte nutzten bei einem Bürgerforum die Gelegenheit sich am gestrigen Samstag über aktuelle Entwicklungen bei der Behandlung von Schlaganfall und Herzinfarkt zu...

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Foto: LSK/UfertHoyerswerda, 18. September 2011. Rund 100 Interessierte nutzten bei einem Bürgerforum die Gelegenheit sich am gestrigen Samstag über aktuelle Entwicklungen bei der Behandlung von Schlaganfall und Herzinfarkt zu informieren. Dr. med. Olaf Altmann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie, sowie Prof. Dr. med. Fritjof Reinhardt beantworteten zahlreiche Fragen.

Bereits am Vormittag hatte ein wissenschaftliches Symposium stattgefunden.

Herzinfarkt und Schlaganfall zählen zu den wichtigsten und häufigsten akut lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Wer diese schweren Erkrankungen überlebt, hat oft mit Folgeerkrankungen und Alltagsbeeinträchtigung zu kämpfen. In den letzten Jahren wurden für beide Krankheitsbilder wirkungsvolle Therapien entwickelt, die nachweislich zur Senkung von Sterblichkeit und Folgeerkrankungen führen und die Lebensqualität der Patienten verbessern.

Die Ausführungen der Spezialisten während des wissenschaftlichen Symposiums zeigten, dass heutzutage die kardial gefährdeten Schlaganfallpatienten mittels bestimmter moderner Methoden und Verfahren, unter anderem in den Bereichen der klinischen, bildgebenden und laborchemischen Diagnostik, gut erkannt werden können. Dies ermöglicht eine frühzeitige Überwachung der betroffenen Patienten und somit auch eine frühzeitige Therapie.

Zudem verdeutlichte das Symposium, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit immer wichtiger wird. Im Lausitzer Seenland Klinikum arbeiten acht Fachdisziplinen im Bereich der Schlaganfallbe-handlung zusammen. Prof. Dr. med. Fritjof Reinhardt, Leiter der Stroke-Unit des LSK, betonte: „Ca. 30 Prozent der Todesursachen bei einem akuten Schlaganfall sind auf ein Auftreten einer Aspirationspneumonie, einer Lungenentzündung auf Grund von verschluckten Nahrungsmittelbestandteilen, zurückzuführen. Um dies zu verhindern werden die Patienten mit akutem Schlaganfall im LSK in den ersten 45 Minuten durch die Hals-Nasen-Ohren-Klinik auf Schluckstörungen untersucht. Das Erkennen und Darstellen dieser Störungen verringert die Gefahr der Aspirationspneumonie.“

Bei einem weiteren wissenschaftlichen Symposium werden sich Experten am Samstag, 22. Oktober 2011, dem Thema „Orthopädisch-unfallchirurgische Probleme beim jüngeren aktiven Patienten“ widmen und im Anschluss für Fragen der Bürger zur Verfügung stehen.

Foto: LSK/Ufert

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