Neuigkeiten aus der Gemeinde Sohland a.d. Spree

Foto: Kerstin Kunath Für den Bautzener Boten ist Kerstin Kunath (KK) im Gespräch mit Matthias Pilz, dem Bürgermeister (BM) der Gemeinde Sohland a.d. Spree. KK: Die Gemeinde Sohland...

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Foto: Kerstin Kunath
Foto: Kerstin Kunath

Für den Bautzener Boten ist Kerstin Kunath (KK) im Gespräch mit Matthias Pilz, dem Bürgermeister (BM) der Gemeinde Sohland a.d. Spree.

KK: Die Gemeinde Sohland a.d. Spree hat in diesem Jahr viel vor, der Haushaltsplan 2012 ist umfangreicher als in anderen Jahren. Herr Pilz, woher rührt der hohe Haushaltsplan?
BM: Zum Einen müssen wir noch viele Hochwasserschäden beseitigen. Die Spreebrücke an der Kreisstraße wird Juli/August befahrbar sein. Jetzt stehen Reparaturarbeiten an der Brücke über das Tännichtwasser im Ortsteil Scheidenbach an. Des weiteren bauen wir die Brücke über die Spree am Himmelsbrückenweg. Sobald das Wetter es erlaubt, kann es losgehen. Außerdem stehen Sanierungsarbeiten von Gewässerabschnitten des Dorfbachs, des Kaltbachs und des Rosenbachs an, denn das Hochwasser hatte unserer Gemeinde arg zugesetzt.

KK: Herr Pilz, Sohland ist landschaftlich sehr schön gelegen und  und touristisch gesehen einen Ausflug wert.  
BM: Ja, der Tourismus ist auf dem Vormarsch. Nicht zuletzt da viele Sohlander mitwirken. Zum Einen gehen sie dem täglichen Broterwerb nach und zum Anderen haben viele noch ein nebenberufliches Standbein im Tourismusbereich. Hier engagieren sich sehr viele auch ehrenamtlich in Vereinen, ob es z.Bsp. im Skiclub oder im Waldbadverein ist, das macht unseren Ort attraktiver.

KK: Sohland hat eine außerordentlich starke Wirtschaft, worauf ist das zurückzuführen?
BM: Die Gemeinde Sohland fühlt sich der Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft und des Handwerkes sehr verpflichtet. Der Gemeinderat hat der Bildung einer gemeindeeigenen Wirtschaftsfördergesellschaft, der GGZ Wassergrund GmbH, im Jahr 2001 zugestimmt, um noch mehr Impulse zur Entwicklung der Oberlausitzer Unternehmen geben zu können. Mit der GGZ GmbH und der Mittelschule Sohland wird seit Jahren die Nachwuchsförderung für unsere Unternehmen umgesetzt. Es ist mitunter erstaunlich, wie wenig die Berufsbilder und die Chancen zu Ausbildungen im Bereich der Gemeinde den Schülern und Eltern bekannt sind. Um die über 2000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze vor Ort und damit in der Oberlausitz zu halten, sind weitere Anstrengungen notwendig, denen sich die Gemeinde stellt.

KK: Sicher haben Sie auch in Sachen Gewerbegebiet etwas Konkretes in petto?
BM: Richtig, auch da gibt es etwas zu berichten. Das Gewerbegebiet im Wassergrund wird um fast 20.000 Quadratmeter erweitert. Die Fa. Noack Entsorgung und Tiefbau muss sich zwangsläufig wegen des Hochwasserschadens einen neuen Standort suchen. Und für die bebaubare Fläche von 9.500 qm kann sich noch ein Unternehmen bewerben.

KK: Sohland ist ein Grenzort, hat das negative Auswirkungen bezüglich erhöhter Kriminalität?
BM: Gott sei Dank ist es bei uns relativ sicher. Wir haben mit den Unternehmen eine Initiative zum Selbstschutz gestartet. Sicherheitsanlagen wurden in Eigeninitiative aufgerüstet und es hat sich gelohnt. Die Landes- und Bundespolizei tut alles für die Sicherheit der Bürger. Auch die Einwohner selbst sind vorsichtiger geworden und schützen ihr Eigentum.
BB: Herr Pilz, man spricht hier auch über den Kindergarten, was ist Neues geplant?
BM: Ja, die Gemeinde wird in diesem Jahr einen Kindergarten mit 120 Plätzen bauen. Die kosten liegen bei 2,4 Millionen Euro. Fast 50 % werden durch den Freistaat gefördert.
KK: Vielen Dank, das ist auf jeden Fall ein Foto wert! Danke auch für die Informationen und der Bautzener Bote wünscht Ihnen und den Bürgern von Sohland gutes Gelingen bei den gemeinsamen Vorhaben.  

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