P-Konto: Diese Fakten müssen Sie kennen

Eine Kontopfändung bedroht Existenzen. Das gesamte Guthaben wird auf einem Konto eingefroren und an die Gläubiger überwiesen. Wer Miete, Strom und Wasserabschläge nicht mehr bezahlen kann, kann schnell...

1449
1449

Eine Kontopfändung bedroht Existenzen. Das gesamte Guthaben wird auf einem Konto eingefroren und an die Gläubiger überwiesen. Wer Miete, Strom und Wasserabschläge nicht mehr bezahlen kann, kann schnell mit der Kündigung des Mietverhältnisses konfrontiert werden. Ein P-Konto sichert die Existenz. Kennen Sie diese Fakten?

Das P-Konto steht für das sogenannte Pfändungsschutzkonto. Dieses wurde vom Gesetzgeber entwickelt, um Bürger in kritischen wirtschaftlichen Situationen zu schützen. Im Zuge von Pfändungen durch Gläubiger wird dem Besitzer eines P-Kontos nicht die Existenzgrundlage entzogen. Pfändungssichere Konten werden nur auf Antrag vergeben. In der Regel wird das Girokonto in ein P-Konto umgewandelt.

Was versteht man unter einem P-Konto

Jeder Bürger hat Anspruch auf ein P-Konto. Das P-Konto sollte nicht viel mehr Gebühren als ein normales Girokonto erheben. Verbraucher, die sich für ein P-Konto entscheiden, müssen dies selbst bei ihrer Bank beantragen. Innerhalb von vier Wochen nach Antragstellung erfolgt die Umwandlung des Girokontos in ein pfändungssicheres Konto. Banken sind in diesem Rahmen dazu verpflichtet, die Antragstellung des Kunden zu gewähren. Die Umwandlung ist kostenfrei – nicht jedoch die Kontoführung.

Ein P-Konto kann nur als Einzelkonto eröffnet werden, d.h. auf den Namen einer Person. Wer ein Gemeinschaftskonto führt, sollte sobald Pfändungen angekündigt werden, sollte pro Person ein neues Einzelgirokonto eröffnen.

Der Gesetzgeber hat bei der Einführung nicht nur an den Schuldner gedacht, sondern auch an die Erfüllung familiärer Pflichten und die Entlastung der Staatskassen. Im Zweifelsfall muss der Kontoinhaber zum Beispiel Unterhaltungszahlungen leisten. Ein P-Konto ist demnach auch eine Absicherung für Kinder.

Zu den geschützten Leistungen zählen:

  • Arbeitseinkommen
  • Renten
  • Sozialleistungen
  • Kindergeld / Elterngeld
  • finanzielle Zuwendung durch Dritte

Freibeträge auf dem Konto einrichten

Sobald das P-Konto eingerichtet ist, können sich Kontoinhaber noch nicht zurücklehnen. Freibeträge für Ehepartner, Kinder und Sozialleistungen müssen erst eingerichtet werden. Der Pfändungsschutz ist auf einen Betrag in Höhe von 1.073,88 Euro festgelegt. Über diesen Freibetrag können Schuldner nach der Kontopfändung monatlich verfügen. Ist das Konto noch nicht gepfändet und das Konto bereits in ein P-Konto umgewandelt, kann natürlich über die gesamte Guthabenhöhe verfügt werden.

Vergleichen ist das A und O

Wer in finanzielle Not gerät, greift schnell zur erstbesten Lösung. Unter den Angeboten gibt es auch unseriöse Angebote. Verbraucher sollten also vorab – auch wenn die Zeit durch die drohende Pfändung drängt – einen Vergleich anstellen. Online finden sich z. B. auf  GirokontoVergleich.eu Bewertungen und Überblicke für Personen, die ein P-Konto eröffnen möchten.

Eine Kontopfändung ist ein starkes Warnsignal. Die Bonität verschlechtert sich und ein negativer Schufa-Eintrag ist die Folge. Empfehlenswert ist eine Analyse der Finanzen.

Auch Interessant

In diesem Beitrag