Parken in Bautzen – diese Fakten zur Parkplatzsuche sollten Sie kennen!

Mit dem Thema Parkplatzsuche mussten sich die mehr als 40.000 Oberlausitzer Pendler in der Vergangenheit bereits häufig auseinandersetzen. Am Bahnhof in Bautzen stehen die Bürger täglich vor der...

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Mit dem Thema Parkplatzsuche mussten sich die mehr als 40.000 Oberlausitzer Pendler in der Vergangenheit bereits häufig auseinandersetzen. Am Bahnhof in Bautzen stehen die Bürger täglich vor der Frage, wo sie ihr Fahrzeug abstellen können. Während das Parken auf dem ehemaligen Bahnhofsparkplatz aufgrund der Sperrgitter derzeit nicht möglich ist, sind die wenigen verfügbaren Stellflächen ausschließlich den Angestellten des Landratsamtes und einiger Baufirmen vorbehalten.

Parkmöglichkeiten in der Innenstadt nur gegen Gebühr

Auch in der Innenstadt sind Parkplätze rar und zudem kostenpflichtig.Einer Empfehlung der Stadtverwaltung folgend entschied sich der Stadtrat gegen kostenloses Kurzzeitparken im Bereich der Altstadt. Aus Sicht der Stadtverwaltung würde das kostenfreie Parkangebot zu einer weiteren Erhöhung des Fahrzeugaufkommens in der Innenstadt führen. Fachleuten zufolge ist die Parkplatzsituation in Bautzen bereits angespannt. Durch das Wegfallen der Parkgebühren wurden finanzielle Einbußen in Höhe von circa 100.000 Euro jährlich befürchtet. Allerdings soll im Jahr 2019 in neue Parkautomaten investiert werden, die zukünftig auch mit der Bankkarte bedienbar sein werden. Die Suche nach Kleingeld zum Parken wird dadurch überflüssig. Beim Abstellen des Fahrzeugs sollte dieses immer verschlossen werden, um Diebstählen vorzubeugen. Wer die Autoschlüssel verlegt oder vergisst, ist auch hier in Bautzen auf den Schlüsseldienst angewiesen. Der örtliche Schlüsseldienst ist allerdings 24 Stunden täglich erreichbar und schnell vor Ort. Autotüren werden schnell und meist beschädigungsfrei geöffnet. Zum Leistungsspektrum dieses Dienstleisters zählen neben Autoöffnungen auch Tür- und Tresoröffnungen. Von Parkproblemen am Bahnhof ist hingegen nicht nur die Stadt Bautzen betroffen. Zahlreiche größere Bahnhöfe in der Oberlausitz verfügen ebenso wenig über ausreichend Stellflächen um Arbeitnehmer, die zu ihrer Arbeitsstelle pendeln und auf einen Parkplatz in Bahnhofsnähe angewiesen sind, zufriedenzustellen. Vor den meisten Bahnhöfen befinden sich nur Kurzzeit-Parkplätze, auf denen das Parken zwischen einer und maximal sechs Stunden möglich ist. Dies stellt für Berufspendler keine Lösung dar.

Car-Sharing als Alternative?

In Bautzen sind Bahnreisende bei der Parkplatzsuche auf freie Parkplätze in Nebenstraßen angewiesen. Die Stellflächen des in der Nähe gelegenen Supermarktes sind Kunden vorbehalten und können nur mit Parkscheibe genutzt werden. Langzeitparken kann hier mit einem Bußgeld geahndet werden. Vorbildlich geht es in Bischofswerda zu. In der Stadt sind circa 150 kostenfreie Parkplätze für Pkws in der Nähe von Bahnhof und Busbahnhof vorhanden. Als Alternative zum Auto bietet sich zumindest auf kurzen Strecken das Fahrrad an, das einfacher geparkt werden kann und zudem umweltfreundlich ist. Wer keinen weiten Weg zur Arbeitsstelle hat und etwas für Gesundheit und Fitness tun möchte, lässt das Auto zu Hause stehen und nutzt das Rad. Von Verkehrsexperten wird das sogenannte Car-Sharing empfohlen, bei dem sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen und sich alle Mitfahrenden an den Benzinkosten beteiligen. Diese Lösung kann eine gute Alternative sein, wenn alle den gleichen Weg haben und zur gleichen Zeit arbeiten. Für Schichtdienstler mit ständig wechselnden Arbeitszeiten ist diese Möglichkeit nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet. Car-Sharing-Angebote lassen sich im Internet finden. Elektrisch fahren mit einem E-Bike kommt ebenfalls hauptsächlich für Arbeitnehmer infrage, deren Arbeitsplatz in unmittelbarer Umgebung zu Bautzen liegt. Wer allerdings in die Großstadt oder sogar in ein benachbartes Bundesland pendelt, ist auf die Bahn und infolgedessen auf einen Parkplatz in Bahnhofsnähe angewiesen. Gegen die Fahrt mit dem Fahrrad, E-Bike oder dem Roller sprechen auch die hiesigen Witterungsverhältnisse. Bei Glatteis, Regen und Schnee will niemand mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren.

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