PEWO Energietechnik startet erweiterte Produktion

Nach nur elfmonatiger Bauzeit hat die PEWO Energietechnik GmbH ihre erweiterten Produktionsgebäude fertig gestellt. Elsterheide – Nach nur elfmonatiger Bauzeit hat die PEWO Energietechnik GmbH ihre erweiterten Produktionsgebäude fertig gestellt. Am Freitag,...

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Nach nur elfmonatiger Bauzeit hat die PEWO Energietechnik GmbH ihre erweiterten Produktionsgebäude fertig gestellt. Foto: PEWO
Nach nur elfmonatiger Bauzeit hat die PEWO Energietechnik GmbH ihre erweiterten Produktionsgebäude fertig gestellt.

Elsterheide – Nach nur elfmonatiger Bauzeit hat die PEWO Energietechnik GmbH ihre erweiterten Produktionsgebäude fertig gestellt. Am Freitag, 13.12.2013 wurde symbolisch das Licht in den 8.000 Quadratmeter großen Fertigungshallen mit Büro- und Lagergebäuden eingeschaltet. Dies entspricht einer Verdopplung der bisher genutzten Fläche. In den Neubau am Standort Neuwiese-Bergen, Gemeinde Elsterheide, sind in den letzten drei Jahren 12 Millionen Euro investiert worden. Im gleichen Zeitraum vergrößerte sich die Belegschaft um 45 Prozent auf jetzt 250 Mitarbeiter. Der Spezialist für Wärmeverteilsysteme in Nah- und Fernwärmenetzen wächst damit zu einem international bedeutenden Industrieunternehmen. In diesem Jahr werden über 15.000 individuelle Kundenanlagen in Europa ausgeliefert.

Der jetzt eröffnete Neubau ist aus Mitteln der europäischen Union und des Freistaates Sachsen gefördert worden. Neben einer Bankenfinanzierung hat das Unternehmen 42 Prozent der Investition aus Eigenmitteln bestritten. PEWO-Geschäftsführer Peter Gautsch hob vor der Presse den Zusammenhang zwischen Fördermitteln und Wachstumschancen hervor: „Eine Investition lohnt sich immer dann, wenn die Produktivität steigt. Gemessen an den Ertragssteuern wird das Unternehmen die Investitionsförderung in den nächsten drei Jahren vollständig an die Steuerzahler zurück gezahlt haben.“ PEWOs Bilanz weist für 2012 ein Ergebnis von 2,66 Mio. Euro vor Steuern aus. Der Umsatz lag mit 34 Mio. Euro 20 Prozent über dem des Vorjahres. Für 2013 kündigte das inhabergeführte Unternehmen wenige Wochen vor Jahresende eine weitere Umsatzsteigerung an. Die Ertragslage ist stabil.

Weitere Wachstumschancen sieht das Unternehmen durch einen erhöhten Exportanteil und den steigenden Bedarf an energieeffizienten Heizanlagen. Geschäftsführer Robin Petrick wies auf einen Trend hin: „Neben der Wärmedämmung und erneuerbaren Energiequellen rückt optimierte Mess-, Steuer- und Regeltechnik mit fortschrittlicher Software stärker ins Blickfeld der Gebäudeplaner. Genau damit hat sich PEWO einen Namen gemacht“. Die Einsparpotenziale in hydraulischen Heizsystemen können mit Systemlösungen aus einer Hand besonders effizient realisiert werden.

Eigenständig zum Erfolg

Mit der erstmals öffentlich vorgestellten Strategie für die nächsten Jahre setzt PEWO weiter auf Innovationen sowie technologische und finanzielle Unabhängigkeit. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, hat das Unternehmen eine hervorragende Ausgangssituation. Neben den strategischen Reserven im Eigenkapital baut PEWO auf Unabhängigkeit von Energieträgern, eine große Fertigungstiefe und wirtschaftliche Eigenständigkeit. Der Unternehmensgründer Egbert Petrick ist stolz, dass seine Söhne Robin und Nico mittlerweile maßgebend an der Unternehmensführung beteiligt sind. Somit ist die Nachfolge für das Familienunternehmen bereits jetzt geregelt.

Das PEWO-Denken verwirklicht sich auch im Energiekonzept der neuen Fertigungshallen. Ein Erdspeicher mit einem Volumen von 2.500 Kubikmetern speichert Wärme aus erneuerbaren Energien direkt unter den Hallen und gibt sie in den Wintermonaten über Wärmepumpen an eine mit 8.000 Quadratmetern außergewöhnlich große Fußbodenheizung ab. „Energieeffizienz ist immer das Ergebnis aus Erzeugung, Verteilung und Speicherung, verbunden mit intelligenten Regelungssystemen. Wir probieren einfach gern neue Dinge aus“, sagte der Seniorchef Egbert Petrick. Für solche und andere individuelle Lösungen wurde die Abteilung Forschung und Entwicklung auf 20 Techniker erweitert. Diese Leute entwickelten unter anderem eine vom Industriestandard abweichende Verkleidung für Wärmeanlagen, mit der Wärmeverluste im Heizanschlussraum gesenkt werden. PEWO-Technik ist dabei, wenn Schwimmbäder Wärme aus Abwasser ziehen oder Kliniken hygienische Trinkwassersysteme erhalten. Jede Anwendung wird individuell geplant und realisiert. Die Bandbreite reicht vom 2 kW-Anschluss im Einfamilienhaus bis zur 40 Megawatt-Anlage, mit der ganze Stadtteile versorgt werden.

Mindestlohn und Kinderbetreuung

Die 250 PEWO-Mitarbeiter, die in 28 verschiedenen Berufen tätig sind, nahmen am Abend die neuen Produktionshallen mit einer „Licht-An-Feier“ in Besitz. Für sie bedeutet der Umzug auf dem Firmengelände eine lang ersehnte Entlastung, denn die Produktion überstieg bisweilen die Kapazität. Im Beisein des Betriebsrates informierte die Geschäftsleitung die Presse über zwei Besonderheiten in der strukturschwachen Region: Die unterste Lohngruppe bei PEWO wird bereits seit zwei Jahren mit 8,50 Euro pro Stunde vergütet, unabhängig von den laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. Das Lohnniveau ist insgesamt für die Region überdurchschnittlich. Im Neubau ist ein Betriebskindergarten untergebracht, dessen Eröffnung für das nächste Jahr vorgesehen ist. Ab Januar wird sich eine fest angestellte Projektmitarbeiterin ausschließlich um die Kindertagesstätte kümmern.

Wärme. Gewinn.

PEWO Energieverteilungsanlagen sind Systemlösungen für Städte, Hotels, Kliniken, Schwimmbäder, Wohnhäuser und die Industrie in ganz Europa. Das inhabergeführte Industrieunternehmen aus Sachsen entwickelt und fertigt objektbezogene Anlagen vom Trinkwasser-Erwärmer bis zur Sonderanlage im mehrstelligen Megawatt-Bereich für die Industrie. Mehr als 15.000 individuelle Kundenanlagen pro Jahr liefern den Beweis: Energieeffizienz entsteht durch intelligente Planung und präzise Regelung. Diesem Prinzip haben sich Firmengründer Egbert Petrick und 250 Mitarbeiter verschrieben. PEWO bindet Fernwärme, Solarthermie, Erdwärme, Erdgas, Prozesswärme sogar Wärmerückgewinnung aus Abwasser in seine Systeme ein.

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