Print geht weiter abwärts

Der Abwärtstrend der großen deutschen Regionalzeitungen geht weiter. Seit 1991 ist die Druckauflage aller deutschen Tageszeitungen von 27,3 Millionen auf aktuell 15,3 Millionen geschrumpft. Das entspricht einem Minus von...

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Der Abwärtstrend der großen deutschen Regionalzeitungen geht weiter. Seit 1991 ist die Druckauflage aller deutschen Tageszeitungen von 27,3 Millionen auf aktuell 15,3 Millionen geschrumpft. Das entspricht einem Minus von 44 Prozent und ein Ende scheint nicht in Sicht. Geht das große Sterben erst los oder sind wir mitten drin? Der Untergang scheint unabwendbar. Und schon kursieren Berechnungen, wie die des Eichstätter Professors Klaus Meier, der eine simple Formel ausgibt: Geht es mit dem Auflagenschwund so weiter, dann erscheint 2034 in Deutschland die letzte gedruckte Zeitung.

Quartalsweise veröffentlicht das Medienportal Meedia die Entwicklung des Auflagenzahlen, so auch die der sächsischen Tageszeitungen. 

Sachsen Vergleich 1.Quartal 2017 zu verlorener Auflage zu 1. Quartal 2016
1 Freie Presse Gesamt 226.140 -9.065 -3,9
2 Sächsische Zeitung Gesamt 207.044 -9.762 -4,5
3 Leipziger Volkszeitung Gesamt 162.688 -8.667 -5,1
4 Morgenpost für Sachsen Gesamt 53.718 -6.421 -10,7

Der Hauptgrund für den Einbruch liegt im veränderten Medienverhalten. Immer weniger Menschen lesen bzw. kaufen überhaupt noch Zeitungen und beziehen ihre Nachrichten aus dem Internet. Auch über die Online-Ausgaben der einbrechenden Printmedien, die sie teilweise kostenlos angeboten werden. Immer mehr Zeitungen versuchen daher ihre Online-Ausgaben oder Teile von ihnen kostenpflichtig zu machen. So u.a. auch die SZ-Online und LR-Online, die sich ihre lokalen und exklusiven Berichte bezahlen lassen.

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