Reges Interesse an Einwohnerforum in Bautzen – Gesundbrunnen

Die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien wird ab März 2012 im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen ein Trainingszentrum für Amokläufe einrichten. Der Leiter der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien stellte die entsprechenden Pläne am Dienstag, dem...

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Die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien wird ab März 2012 im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen ein Trainingszentrum für Amokläufe einrichten. Der Leiter der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien stellte die entsprechenden Pläne am Dienstag, dem 31. Januar 2012, den rund 60 Besuchern des Einwohnerforums der Stadt Bautzen im Kirchgemeindehaus Gesundbrunnen vor. Die Polizei wird dazu das derzeit leerstehende Schulgebäude in der Albert-Einstein-Straße nutzen. Das Training erfolgt in 4-Tages-Einheiten, dabei werden pro Einheit 8 bis 12 Mitarbeiter geschult. Für die Anwohner bedeute das Trainingszentrum weder eine zusätzliche Belastung noch würde eine Gefahr von den Übungen ausgehen, da dafür lediglich Farbmunition benutzt werde. Zudem finden die Trainingseinheiten stets im Gebäude statt.

Nach aktuellen Informationen zum Haushalt 2012, dem aktuellen Stand bei den Bauprojekten am Kornmarkt und dem Lauencenter sowie der Westtangente informierte zudem Hannelore Jokuff vom Stadtteil-Verein „Frei(e)-Zeit-aktiv“ über die große Vielzahl an Aktionen und Projekten, die seit der Gründung des Vereins umgesetzt wurden. Dazu zählen neben monatlichen und wöchentlichen Veranstaltungsangeboten auch die Organisation zahlreicher Feste, Modenschauen und Märkte. Unterstützung erhält der Verein derzeit auch über das Projekt „Bürgerarbeit“ des Landkreises Bautzen, über das zwei Mitarbeiter dem Verein helfend zur Verfügung stehen. Am 18. Februar wird der Verein zum „Kinderfasching der Stadt Bautzen“ in die Stadthalle „Krone“ einladen. Oberbürgermeister Christian Schramm rief die Bewohner des Stadtteils auf, den Verein mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen.

Die Teilnehmer des Einwohnerforums nutzten zudem die Gelegenheit, um über Probleme mit Rechtsextremismus ins Gespräch zu kommen. Oberbürgermeister Christian Schramm rief dazu auf, auch im persönlichen Alltag gegen rechte und rechtsextreme Einstellungen Stellung zu nehmen. „Rechtsextremismus ist ein Problem mit zu vielen Facetten als das man dessen Lösung einfach an eine staatliche Institution delegieren kann“, so Schramm. Die Stadt und ihre Einwohner hätten mit der Initiative „Räte gegen Rechts“, Gegendemonstrationen und der Aktion „Bautzen bleibt bunt“ in der Vergangenheit bereits mehrfach aktiv Stellung bezogen. Aktuelle Entwicklungen sollen demnächst mit Schulsozialarbeitern und weiteren Gruppierungen konstruktiv diskutiert werden.

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