Regionalen Ermittlungsabschnitt im Oberland eingerichtet

Am Freitag hat die Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Görlitz in Seifhennersdorf den regionalen Ermittlungsabschnitt Oberland eingerichtet. Zwei Ermittler des Fachkommissariates für Bandenkriminalität werden ab sofort im Polizeistandort an der...

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Am Freitag hat die Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Görlitz in Seifhennersdorf den regionalen Ermittlungsabschnitt Oberland eingerichtet. Zwei Ermittler des Fachkommissariates für Bandenkriminalität werden ab sofort im Polizeistandort an der Zollstraße eingesetzt.

Polizeipräsident Torsten Schultze sagt dazu:

„Die Polizeidirektion Görlitz reagiert mit dem regionalen Ermittlungsabschnitt auf die anhaltende grenzüberschreitende Eigentumskriminalität, die viele Menschen in der Region verunsichert. Erst im zurückliegenden Winter hatten zahlreiche Garageneinbrüche im Oberland für ein Aufhorchen gesorgt. Unsere Ermittler der Kriminalpolizei sind nun noch näher am Geschehen und werden eng mit der tschechischen Polizei sowie dem Revier Zittau-Oberland und Bautzen kooperieren, um kriminellen Banden das Handwerk zu legen.“

Im Beisein von Herrn Daněk (Bezirkspolizeidirektion Liberec) und Hauptmann Ing. Bc. Roman Rainer (Bezirkspolizeidirektion Usti nad Labem) sowie Erster Polizeihauptkommissar Peter Melloh, amtierender Leiter der Bundespolizeiinspektion Ebersbach und Polizeidirektor Carsten Weber, Leiter des Polizeireviers Zittau-Oberland, sowie Kriminalrat Jacek Rulinski, Leiter des Dezernates für Eigentumskriminalität der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz, und der Bürgermeisterin der Oberlandstadt, Frau Berndt, stellte Herr Schultze den regionalen Ermittlungsabschnitt im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Nachmittag in Dienst.

Aufgabe der Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion wird es sein, Fälle von grenzüberschreitender Eigentumskriminalität gemeinsam mit dem Kriminaldienst der Polizeireviere Zittau-Oberland und Bautzen ortsnah zu untersuchen. Durch eine weiter intensivierte Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei, insbesondere dem schnellen Informationsaustausch mit den benachbarten Sicherheitsbehörden, sollen lagerelevante Erkenntnisse zu agierenden Tätergruppierungen schneller als bisher erzielt werden. Wie bei der überwiegenden Mehrzahl der Gerageneinbrüche des vergangenen Herbstes und Winters in der Region handelt es sich dabei zumeist um Personen, die auf tschechischem Hoheitsgebiet leben und mit einer Vielzahl an Einbrüchen oder Diebstählen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

 

Hintergrundinformationen zur polizeilichen Lage

  • Die Polizeidirektion Görlitz betreut zwischen Zittau und Steinigtwolmsdorf gemeinsam mit der Bundespolizeidirektion Pirna und den tschechischen Bezirksdirektionen der Polizei in Liberec und Usti nad Labem einen rund 80 Kilometer langen Abschnitt der Landesgrenze zur Tschechischen Republik.
  • In den elf Städten und Gemeinden entlang der “grünen” Grenze im Zittauer Gebirge sowie im Oberland sind der Polizei im Jahr 2017 insgesamt 1.131 Eigentumsdelikte bekannt geworden. Die Fallzahlen bewegten sich auch in den zurückliegenden Jahren auf ähnlichem Niveau.
  • Die Aufklärung derartiger Delikte gestaltet sich zumeist schwierig, da ein Nachweis von Tat und Täterschaft oft nur durch akribische Ermittlungsarbeit, zeitaufwendige Spurenanalyse, personalintensive Kontrollen oder das Stellen von Tätern auf frischer Tat gelingt.
  • Im Jahr 2017 hat die Polizei mit hohem Kräfteeinsatz etwa jedes vierte Eigentumsdelikt im grenznahen Raum zur tschechischen Republik aufklären können.
  • Bei einem Großteil der Einbrüche und Diebstähle ist davon auszugehen, dass es sich um Fälle grenzüberschreitender Kriminalität handelt.
  • Aus den Ergebnissen der bisherigen Ermittlungen heraus handelt es sich zumeist um Intensivtäter deutscher oder tschechischer Nationalität, die in der Region wiederholt mit Straftaten in Erscheinung treten und vor dem Hintergrund der Beschaffungs-kriminalität ihren Lebensunterhalt damit bestreiten.

Quelle: Polizeidirektion Görlitz

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