Saiblinge und Wein

Norbert Kunz hat viele ausgefallene Hobbys. Foto: Kerstin Kunath Mönchswalde/Obergurig. Norbert Kunz aus Mönchswalde hat sehr spezielle Hobbys. Nicht nur, dass er es mit dem Bierbrauen und Schnapsbrennen...

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Norbert Kunz hat viele ausgefallene Hobbys. Foto: Kerstin Kunath
Norbert Kunz hat viele ausgefallene Hobbys. Foto: Kerstin Kunath

Mönchswalde/Obergurig. Norbert Kunz aus Mönchswalde hat sehr spezielle Hobbys. Nicht nur, dass er es mit dem Bierbrauen und Schnapsbrennen hält, hinzukommen der Weinanbau und die Fischteiche. Nun ist die Oberlausitz klimatisch gesehen nicht gerade ein Weinanbaugebiet. Aber Norbert Kunz entschied sich für die russische Tafeltraube „Mitschurinski“, die in der ehemaligen Sowjetunion für kalte Gegenden gezüchtet wurde. „Die Weinstöcke halten es bis zu minus 32 Grad aus“, sagt er mit einem gemütlichen Lächeln. Er ist stets ausgeglichen. Den Chef zweier Bautzener Firmen bringt nichts aus der Ruhe. „Meine Hobbys machen mir Spaß und sind vor allem ein Ausgleich zu meiner Arbeit“, sagt er. Ein bisschen kann man darin erkennen, dass er selber ein Genießer ist. Den Wein von etwa 180 Stöcken verarbeitet er in seiner Kleinverschlussbrennerei zu Weinbrand. Aus 150 Kilo gewinnt er etwa 15 bis 20

Liter, deshalb wird er auch nicht in Flaschen verkauft. Man kann lediglich ein Gläschen im Bierbrauhaus Obergurig genießen.
In seinen drei Gartenteichen schwimmen seit dem Jahre 2002 Saiblinge. „Meine Frau und ich wollten vor allem einen Fisch, der hier in der Region beheimatet ist. Der Saibling, aus der Gattung der Salmoniden, passt in unser Klima. Wir kaufen jährlich einige hundert regionale Satzfische. Allerdings sind diese nicht einfach zu beziehen und auch nicht gerade preiswert, denn die Zucht ist anspruchsvoll. Er will klares Wasser. Dieser Fisch wächst langsamer als die Forelle, dadurch ist das Fleisch besser im Geschmack ausgeprägt.“, erklärt er. „Neuerdings werden Sorten wie Pangasius oder Tilapia gezüchtet, die aus anderen Gegenden stammen, das wollten wir nicht. Der Saibling ist ein super Speisefisch“, fügt seine Frau hinzu.
Die Fische liefert er auch bei Bedarf an zwei regionale Restaurants. Außerdem kann man die frisch gefischten Saiblinge im Oberguriger Bierbrauhaus, am Sonntag, dem 20. Oktober, ab 11 Uhr zum Saiblingsfest probieren. Angeboten werden sie geräuchert oder gebraten zum Beispiel auf Gemüsebett.
Kerstin Kunath

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