Schadensbeseitigung und Renaturierung

In Löbau am Poetenweg wird ab 8. Mai 2017 die Wehranlage der ehemaligen Mittelmühle zurückgebaut. Gleichzeitig muss auch das Haus in der Vorwerkstraße 1 dem Hochwasserschutz weichen. Beide...

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In Löbau am Poetenweg wird ab 8. Mai 2017 die Wehranlage der ehemaligen Mittelmühle zurückgebaut. Gleichzeitig muss auch das Haus in der Vorwerkstraße 1 dem Hochwasserschutz weichen. Beide Maßnahmen erfolgen im Rahmen der Schadensbeseitigung aus dem Hochwasser im August und September 2010 sowie den Folgeschäden vom Junihochwasser 2013. Ende November 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei rund 435.000 Euro und werden aus Mitteln des Freistaates Sachsen bezahlt.

In Löbau verschwindet mit dem ungenutzten und maroden Wehr an der Brücke Mühlstraße ein Querbauwerk, welches bei Hochwasser den Abfluss behindert. Mit dem Rückbau des Wehres erhält das Löbauer Wasser eine natürliche Gewässerstrecke. Die Sicherung der Böschung erfolgt in naturnaher Bauweise. Damit wird außerdem die Durchgängigkeit des Flusses für Fische und andere Wasserlebewesen verbessert, wie in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gefordert.

Die nötigen Baumfällungen wurden bereits Anfang dieses Jahres durchgeführt. Ersatzpflanzungen erfolgen auf dem Grundstück Vorwerkstraße 1 nach Abriss des Hauses.

Geplantes Bauende im Herbst 2017

Nach der Winterpause werden die Deichbauarbeiten in Spreewitz (Gemeinde Spreetal, Lkr. Bautzen)  fortgesetzt. Dabei beseitigt die Landestalsperrenverwaltung Schäden an Deichen der Spree und der Kleinen Spree, die beim Hochwasser 2013 entstanden waren. Die Sanierung und dauerhafte Sicherung des Deiches begann im Oktober des vergangenen Jahres und soll im Herbst 2017 beendet sein. Insgesamt werden dafür rund 625.000 Euro aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen investiert.

Bis zur Winterpause wurde bereits der Deichabschnitt oberhalb der Straßenbrücke über die Kleine Spree saniert. Restarbeiten für diesen Abschnitt werden in den nächsten Wochen fertiggestellt. Bis Herbst steht nun noch die Instandsetzung des Deichabschnittes bis zum Pegel Spreewitz an. Um ein Hinterströmen der Deichlinie zu verhindern, wird entlang des Zufahrtsweges zum Pegel ein Querdeich gebaut. Damit erhält Spreewitz einen erheblich besseren Hochwasserschutz.

Die erforderlichen Baumfällungen im Februar dieses Jahres konnten auf ein Minimum reduziert werden. Auf Flächen der Gemeinde wurden bereits sechs Bäume neu gepflanzt.

Sobald der Deichabschnitt oberhalb der Straßenbrücke über die Kleine Spree komplett fertiggestellt ist, ist die Dorfstraße in Spreewitz wieder vollumfänglich nutzbar. Darüber hinaus sind keine Verkehrseinschränkungen nötig.

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