Sicherheit und Datenschutz im Netz – Woran man seriöse Webseiten erkennt

Den eigenen Computer vor Viren und Schadsoftware zu schützen, sowie die eigene Privatsphäre im Internet zu wahren, ist in unserer heutigen Zeit unerlässlich und vielen Benutzern ein wichtiges...

346
346

Den eigenen Computer vor Viren und Schadsoftware zu schützen, sowie die eigene Privatsphäre im Internet zu wahren, ist in unserer heutigen Zeit unerlässlich und vielen Benutzern ein wichtiges Anliegen. Insbesondere dadurch, dass viele früher lokal verfügbare Angebote heute nur noch über das Internet zugänglich sind, wird ein bewusster Umgang mit den eigenen Daten unerlässlich. Das Thema Internet-Sicherheit umfasst dabei verschiedene Teildisziplinen wie den Umgang mit persönlichen Informationen, das Erkennen von unsicheren Webseiten und Möglichkeiten, sich gegen personalisierte Werbung und Viren zu schützen.

Wer einen Windows Rechner benutzt, der kommt um ein Anti-Viren Programm nicht herum. Zum Glück gibt es im Internet viele Vergleichsportale was den Funktionsumfang und die Kosten von Anti-Viren Programmen angeht. Nicht immer muss man also in die eigene Tasche greifen. Apple-Computer sind durch ihr geschlossenes Betriebssystem besser vor Viren geschützt und kommen daher meist ohne spezielle Software aus, sind jedoch auch teurer in der Anschaffung und daher nicht für jeden geeignet. Den Computer auf diese Weise zu schützen ist ein wichtiger erster Schritt. Allerdings ist das Surfverhalten des Benutzers inzwischen von größerer Bedeutung als das installierte Anti-Viren Programm. Dies liegt daran, dass illegale oder gefährliche Webseiten-Betreiber häufig an die Daten des Nutzers gelangen möchten.

Quelle: https://pixabay.com/de/arbeitsplatz-büro-geschäft-notebook-336369/ (Pixabay)

Wurde ein Link zu einer Webseite von einer unbekannten Quelle übermittelt (ein klassisches Beispiel wäre eine Email, in der Werbung für ein Produkt gemacht wird), so sollte man zuerst Vorsicht walten lassen. Generell gilt: Links in Emails sollte man nicht öffnen, außer sie sind von vertrauenswürdigen Anbietern oder Personen, die der Benutzer bereits kennt. Vorsicht: Manchmal tarnen sich Spam-Emails als seriöse Anbieter und möchten den Nutzer dazu bringen, auf einen Link zu klicken. In dem Fall sollte man sich den Hyperlink genau ansehen und kann so meist erkennen, ob er wirklich zu der angeblich beworbenen Webseite führt. Email-Postfächer haben heute alle einen Ordner für Spam, der von alleine fragwürdige Email aussortiert. Leider sind die Programme nicht perfekt: Damit man nicht am Ende die eine wichtige Email verpasst, sollte man den Spam-Ordner regelmäßig anschauen – manchmal verschwindet nämlich auch eine seriöse Nachricht darin.

Umsicht ist geboten, wenn es darum geht, im Internet etwas zu kaufen oder zu verkaufen. Hier sollte man nur auf Angebote bekannter Marken vertrauen und im Zweifelsfall im Bekanntenkreis fragen, ob Freunde oder Familienmitglieder die Sicherheit der Seite bestätigen können. Anbieter wie Amazon sind sicher und gehen vorsichtig mit Nutzerdaten um. Dies ist besonders wichtig, da bei dem Online-Shop sensible Zahlungsdaten eingehen, welche auf gar keinen Fall in fremde Hände gelangen sollten. Das selbe gilt natürlich auch für Apple’s AppStore, den Windows Store, doch auch für die beliebten Online-Casinos: Viele Internetnutzer spielen gerne oder suchen zum ersten Mal nach solchen Angeboten. Andere wiederum halten sich aus Angst vor ihnen fern und verstehen nicht, warum es in Deutschland legal ist, auf einer Casinoseite zu spielen, die dies in den USA nicht ist. Wie aber kann man seriöse Casinos von unseriösen Anbietern unterscheiden – gerade, wenn es um echte Geldeinsätze geht? Hier ist es angebracht, sich bei vertrauenswürdigen Ratgebern zu informieren. Dort kann man auch Listen von möglichen Casinos einsehen, die man gefahrlos besuchen kann. Seriöse Casinos werden von den staatlichen Behörden regelmäßig überwacht und besitzen eine Lizenz, nach der man sich vorher erkundigen kann. Ähnliche Maßnahmen zur Sicherheit gelten auch für den allgemeinen Umgang mit Geld. Wer im Internet sicher bezahlen will, ist mit Paypal gut beraten: Der aus den USA stammende Dienst ist inzwischen auf den meisten Webseiten anerkannt und schützt einen vor Abzocke im Internet – wenn eine Seite Paypal als Zahlungsmethode anbietet ist das immer ein gutes Zeichen was Vertrauenswürdigkeit und Seriosität angeht.

Quelle: https://pixabay.com/de/kinder-gewinnen-erfolg-videospiel-593313/ (Pixabay)

Für die Vermeidung von pornographischen Internet-Inhalten gibt es sowohl auf Windows als auch Apple Computern eine Kindersicherung, die in den Menü-Einstellungen aktiviert werden kann. Dies dient insbesondere dazu, Minderjährigen ein sicheres und jugendgerechtes surfen zu ermöglichen – allerdings können auch Erwachsene davon profitieren. Auch eine maximale Benutzungszeit lässt sich hier einstellen: So kann man den Aufenthalt der eigenen Kinder im Internet auf eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Tag begrenzen – der Browser schaltet sich automatisch ab, sobald die Zeitspanne überschritten ist. iPhone und Android Smartphones bieten ebenfalls die Möglichkeit, für Kinder die Benutzung von Apps oder Webseiten auf sichere Angebote einzuschränken. Auch beim allgemeinen Surfen kann man Maßnahmen ergreifen. So gibt es bei Google einen Filter für eine sichere Internet-Suche, den man bei Bedarf auf „streng“ setzen kann. So werden anzügliche Inhalte herausgefiltert. Bei Angeboten wie Chats im Internet kann dagegen nur ein bedachtes Vorgehen schützen: Kindern klar machen, dass sie sich nicht mit Personen aus dem Netz treffen sollen und sich auch selber auf keine Angebote von Fremden einlassen – oft versuchen Betrüger, einen mit erfundenen Geschichten (Geldbedarf nach persönlicher Katastrophe, usw.) dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Privatsphäre im Internet. Viele Webseiten speichern mit Hilfe von „Cookies“ sensible Daten über das Surfverhalten von Nutzern: Dies ist der Grund, warum man zum Beispiel nach dem Besuch einer Webseite für Gartengestaltung Werbung für Zierpflanzen angezeigt bekommt – Personalisierte Werbung heißt hier das Zauberwort. Aber es gibt Abhilfe: Viele Browser wie Firefox, Chrome oder Safari bieten einen Modus für privates Surfen an. Hier wird der Browser-Verlauf und die Historie der besuchten Webseiten nicht gespeichert, beziehungsweise vor Drittparteien geschützt.

Wer noch größere Sicherheit will, der kann Netzwerke wie den Tor Browser verwenden, welche der Anonymisierung von Verbindungsdaten dienen. Hier wird die Privatsphäre noch besser geschützt, weil der Browser die Nutzer vor der Analyse des Datenverkehrs verbirgt.

Quelle: https://pixabay.com/de/datenschutz-sicherheit-2499720/ (Pixabay)

Ein typischer Fall betrifft unerwünschte Werbung: Man öffnet den Internet-Browser, surft auf ein paar Webseiten und landet auf einer Seite, bei der einem die Popup-Werbung das Lesen beinahe unmöglich macht. Bei dem Versuch das Werbe-Fenster zu schließen, klickt man allerdings daneben (noch perfider: Die Werbeanzeige hat am oberen Rand ein „x“ integriert, das zwar aussieht, als würde ein Klick darauf die Anzeige schließen, jedoch in Wirklichkeit Teil der Werbung ist und den Nutzer auf eine andere Seite weiterleitet) und schon befindet man sich inmitten von dubiosen Angeboten. Genau hierfür sind Adblocker gemacht: Die schlauen Programme suchen zielsicher nach Werbung auf Webseiten und blenden diese aus. Das Resultat ist ein besseres Nutzererlebnis, störungsfreies Surfen und ein fast vollständiger Wegfall von Popup Anzeigen. Adblocker sind inzwischen für alle gängigen Browser erhältlich, auf dem iPhone ist die Option inzwischen sogar fest in den hauseigenen Safari Browser integriert.

Allerdings gibt es auch Gründe, die gegen Adblocker sprechen: Viele Webseiten, insbesondere journalistische Angebote, finanzieren sich inzwischen über Werbung – die Leser sind es gewohnt, dass Nachrichten und Artikel kostenfrei zur Verfügung stehen. Daher ist es anzuraten, vertrauensvolle Seiten auf die „Whitelist“ zu setzen: Hier schaltet sich der Adblocker temporär aus, um Werbeeinblendungen zu ermöglichen.

Auch auf dem Smartphone gilt, dass Apples Betriebssystem iOS zwar im Allgemeinen sicherer, aber durch die teure Hardware auch nur schwer erschwinglich ist. Allerdings haben sowohl Android als auch iOS in den letzten Jahren viele Sicherheitslücken gestopft, welche die Betriebssystem in ihren Anfangsjahren plagten. Hier gilt: Alle Tipps die für das Surfen am heimischen PC oder Laptop gelten, kommen auch hier zum Tragen. Damit lässt sich das gesammelte Wissen auch auf die mobile Welt der Smartphones übertragen.

Wer sicher im Internet surfen will, der sollte auf eine Kombination von Technologien und Eigeninitiative setzen. Viele fragwürdige Angebote wie Spam Emails oder betrügerische Angebote lassen sich bei genauerem Hinsehen bereits als solche erkennen. Gegen aggressive Werbung auf bestimmten Webseiten hilft nur ein Adblocker, hier sollte man aber darauf achten, dass auch seriöse Webseiten von Werbeeinnahmen leben müssen. Optionen wie das private Surfen oder das regelmäßige manuelle Löschen von gespeicherten Cookies sind in der heutigen Zeit Pflicht und insbesondere die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Netz kann mit den oben genannten Werkzeugen deutlich erhöht werden.

Auch Interessant

In diesem Beitrag