Sportwetten: die aktuelle Rechtslage

Sportwetten stehen bei Sportenthusiasten hoch im Kurs und sind in aller Munde. Einerseits ist es möglich, die Wetten in der nächsten Lotto-Entnahmestelle oder bei Oddset abzuschließen. Andererseits erscheint...

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Sportwetten stehen bei Sportenthusiasten hoch im Kurs und sind in aller Munde. Einerseits ist es möglich, die Wetten in der nächsten Lotto-Entnahmestelle oder bei Oddset abzuschließen. Andererseits erscheint es viel bequemer, sich an einen der im Internet zur Verfügung stehenden Buchmacher zu wenden. Doch die Rechtslage ist nicht eindeutig geklärt.

Die Wahl der Versicherungsanbieter gut durchdenken

Sportwetten sind für viele Sportfans eine lukrative Möglichkeit, mit ihrer Vorliebe für bestimmte Sportarten Geld zu verdienen. Ob König Fußball, Eishockey, Basketball oder andere Sportarten – die Faszination der Sportwetten ist ungebrochen. Doch ist das Glücksspiel wirklich legal? Die Bundesregierung beruft sich auf den Glücksspielstaatsvertrag und legt darin fest, dass die Wetten nur durch staatlich lizenzierte Anbieter abgeschlossen werden dürfen. Als problematisch erweist sich, dass dieser Staatsvertrag ausschließlich deutsche Unternehmen betrifft.

Die juristischen Verhältnisse über Sportwetten sind nicht klar geregelt. Nur im Bundesland Schleswig-Holstein herrschen überschaubare Verhältnisse. Dieses Bundesland enthielt sich 2012 einem neuen Glücksspielvertrag. Im Gegenzug entwarf die Regierung des Bundeslandes einen Vorschlag für eine legale Lizenzierung der Internetanbieter. Diese Strategie verfolgten hiesige Politik mit dem Ziel, mehreren Buchmachern den Zugang zum Markt zu erleichtern und den Wünschen der Spieler zu entsprechen. Nach der Ablösung der Regierung wurde die Lizenzenvergabe jedoch beendet. Das bedeutet, dass sich nur bereits bestätigte Anbieter über eine Lizenz freuen konnten.

Das Urteil des EUGH

Dieser juristischen Angelegenheit nahm sich das EUGH zwei Jahre später an. Anfang wurde in einem Urteil mit dem Aktenzeichen C-156/13 beschlossen, dass sich die Regelung von Schleswig-Holstein nicht auf die anderen Bundesländer auswirkt. Von den Lizenzzulassungen profitierten beispielsweise folgende Online-Buchmacher für Sportwetten.

Bet-at-home

Oddset (staatlich)

Primebet

Bwin

Merkur win

Admiral

Tipico

Victor Chandler

Inhalte des Glücksspielvertrags

Grundsätzlich schreibt der Glücksspielvertrag ein generelles Verbot für öffentliche Online-Glücksspiele vor. Von dieser Regelung sind Pokerspiele, Lotterien sowie Sportwetten betroffen. Dennoch ist in der Vereinbarung von etwaigen Ausnahmen die Rede. Die EU betrachtet den Staatsvertrag kritisch. Einige Politiker vertreten die Meinung, dass eine Verletzung der EU-Dienstleistungsfreiheit vorliegt. Als Grundlage gilt die Grundfreiheit, dass jeder EU-Dienstleister in jedem Land der Europäischen Union seiner Tätigkeit nachgehen darf. In dieser Diskussion ist gewiss noch nicht das letzte Wort gesprochen. Fakt ist, dass bis dahin nur all die Anbieter zur Rechenschaft gezogen wurden, die tatsächlich mit Beschwerden konfrontiert wurden.

Bild: © istock.com/Sigefride

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