Verjüngungskur im sächsischen Landeswald

Sachsenforst pflanzt 2012 über 8,5 Millionen Bäume Foto: LVA Die Pflanzsaison in den sächsischen Wäldern läuft auf Hochtouren. Im gesamten Landeswald des Freistaates Sachsen werden in diesem Jahr...

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Sachsenforst pflanzt 2012 über 8,5 Millionen Bäume

Wälder und Bäume
Foto: LVA

Die Pflanzsaison in den sächsischen Wäldern läuft auf Hochtouren. Im gesamten Landeswald des Freistaates Sachsen werden in diesem Jahr über 8,5 Millionen junge Bäume gepflanzt. „Wir müssen unseren Wald an die sich ändernden Klima- und Umweltbedingungen anpassen. Unser Ziel ist es, dass wir zukünftig standortsgerechte, ökologisch stabile und gleichzeitig produktive Waldbestände haben“, erläutert der Geschäftsführer des Sachsenforstes, Professor Hubert Braun. „Der Waldumbau im rund 200.000 Hektar umfassenden Landeswald ist eine Generationenaufgabe. Seit der Gründung von Sachsenforst im Jahr 2006 haben wir über 7.200 Hektar umgebaut und etwa 86 Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit unserer Wälder investiert“, so Braun weiter.

Im Jahr 2012 sollen 1.350 Hektar Wald durch Pflanzung und Saat umgebaut werden. “Langfristig werden unsere sächsischen Wälder durch den Waldumbau laubholzreicher“, versichert Braun, „denn rund drei Viertel der gepflanzten Bäume sind Laubbäume“. Absoluter Spitzenreiter beim Waldumbau ist die Rotbuche, von der 2012 rund 4,3 Millionen Stück gepflanzt werden sollen. Als eine der wichtigsten natürlichen Hauptbaumarten in Sachsen wird sie vor allem in Fichtenbeständen des Hügel- und Berglandes eingebracht. Zusätzlich werden 1,5 Millionen Stiel- und Traubeneichen und fast 900.000 Weißtannen gepflanzt. Die Pflanzarbeiten im Landeswald übernehmen die eigenen Forstwirte und Lehrlinge oder private Forstdienstleistungsunternehmen. Ein gutes Drittel der benötigten Pflanzen stammt aus den Forstbaumschulen des Sachsenforstes. Die übrigen Pflanzen werden bei privaten Forstbaumschulen eingekauft.

In den Jahren 2009 und 2011 konnten enorm hohe Saatgutmengen in sächsischen Wäldern geerntet werden, hauptsächlich von der Rotbuche. Die daraus angezogenen Pflanzen stehen nun in diesem und den Folgejahren für den Waldumbau zur Verfügung.

 

Wie in den vergangenen Jahren sind Fichtenreinbestände im Löss-Hügelland sowie im Erzgebirgsvorland und Vogtland Schwerpunkte des Waldumbaus. Sie leiden besonders unter lang anhaltenden Trockenperioden, Borkenkäferbefall und Sturm- oder Schneebruch und müssen deshalb besonders dringlich umgebaut werden. Ein höherer Laubbaumanteil macht die Waldbestände auf diesen Standorten stabiler gegenüber zukünftigen Witterungsextremen. Die Weißtanne – einst in Sachsen nahezu ausgestorben – wird ebenfalls als stabile Mischbaumart in die Wälder eingebracht. Dies erhöht die biologische Vielfalt und ist gleichzeitig das größte Artenschutzprojekt des Sachsenforstes.

Die sachsenweit höchste Waldumbaufläche im Jahr 2012 hat mit knapp 200 Hektar der Forstbezirk Eibenstock geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sachsenforst.de.

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