Verkauf von Melkus ist gescheitert

Dresden. Der geplante Verkauf der ostdeutschen Sportwagenlegende Melkus ist im letzten Moment gescheitert. „Wir haben von Beginn des Insolvenzverfahrens an mit Kaufinteressenten verhandelt“, berichtet Insolvenzverwalterin Grit Rademacher von...

1946
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Dresden. Der geplante Verkauf der ostdeutschen Sportwagenlegende Melkus ist im letzten Moment gescheitert. „Wir haben von Beginn des Insolvenzverfahrens an mit Kaufinteressenten verhandelt“, berichtet Insolvenzverwalterin Grit Rademacher von Schultze & Braun. Ende November stand ein erfolgreicher Abschluss der Gespräche unmittelbar bevor.

„Es gab aber zwei unabdingbare Voraussetzungen für die Übernahme: Zum einen mussten die Rechte am Namen Melkus geregelt werden, deren Inhaber Peter Melkus war, zum anderen sollte Sepp Melkus weiter im Unternehmen arbeiten“, sagt Rademacher weiter. Leider habe ihr Sepp Melkus, der Enkel der DDR-Rennsportlegende Heinz Melkus, jedoch schriftlich mitgeteilt, dass er zu einer Zusammenarbeit mit dem Übernahmeinteressenten nicht bereit sei. „Damit war die Übernahme gescheitert“, so Rademacher. „Jetzt bleibt allenfalls noch die Verwertung einzelner Vermögenswerte.“

Die Melkus Sportwagen GmbH hatte im August Insolvenzantrag stellen müssen, weil sie nicht genügend Fahrzeuge verkaufen konnte. Das Unternehmen stand in der Tradition von Heinz Melkus. Der 2005 verstorbene sechsfache DDR-Meister konstruierte schon in den fünfziger Jahren eigene Rennwagen und produzierte von 1969 an mit dem RS 1000 den einzigen Rennwagen der DDR mit Straßenzulassung. Der Wagen genießt bis heute Kultstatus. 2006 gründete Enkel Sepp Melkus die Melkus Sportwagen GmbH und brachte mit dem RS 2000 das Nachfolgemodell auf den Markt.

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