Wirtschaftliche Entwicklung in Bautzen: Positiver Trend trotz Fachkräftemangel

Sachsens flächengrößter Landkreis, Bautzen, zeichnet sich durch eine attraktive Branchenvielfalt aus. Das liegt nicht zuletzt an der guten geografischen Lage im Dreiländereck. Die Region vermeldet sinkende Arbeitslosenzahlen und...

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Sachsens flächengrößter Landkreis, Bautzen, zeichnet sich durch eine attraktive Branchenvielfalt aus. Das liegt nicht zuletzt an der guten geografischen Lage im Dreiländereck. Die Region vermeldet sinkende Arbeitslosenzahlen und bietet viel Raum sowie gute Voraussetzungen für neue Unternehmen.

Wichtige Branchen in der Region

In Bautzen gibt es eine regelrechte Branchenvielfalt deutscher und internationaler Firmen. Als vielfältiger Wirtschaftsstandort sind dort beispielsweise die Bereiche Maschinen-, Anlagen-, Schienenfahrzeug- und Werkzeugbau sowie Kunststoffteilefertigung vertreten. Die Unternehmensstruktur ist zu einem Großteil mittelständisch. Viele Bautzener Unternehmen wie Bombardier Transportation oder edding agieren global und sind ein essentieller Teil der Wirtschaft in der Region. Bauindustrie sowie Handwerk sind ebenso ansässig wie Informationstechnik und Datenverarbeitung. Als wichtiges Unternehmen in Sachen Zukunftstechnologien ist hier beispielsweise die intelligence AG zu nennen. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen geht allerdings zurück. Gab es in der Stadt Bautzen 2016 noch 278 Anmeldungen, waren es 2017 nur noch 237. Damit neugegründete Unternehmen der Einstieg erleichtert wird, können sich diese in punkto Steuern übrigens Hilfe holen und Aufgaben wie die Umsatzsteuer-Voranmeldung einfach online erledigen.

Arbeitslosenzahlen immer noch rückläufig

Die Arbeitslosenquote in der Region geht zurück und ist damit weiterhin vielversprechend. Waren im Jahr 2008 noch 11,3% arbeitslos, waren es 2015 nur noch 7,4% und im April 2018 7,1%. Damit ist sie verglichen mit dem gesamten Bundesland etwas höher, das im April dieses Jahres eine Arbeitslosenquote von 6,2% verzeichnen konnte.

Im Landkreis Bautzen mangelt es an Fachkräften

Der in Deutschland vorherrschende Fachkräftemangel betrifft auch Bautzen. Es gibt allerdings Maßnahmen dagegen. Zum Beispiel präsentiert die Region ihre wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven bei der Firmenkontaktmesse „bonding“ an der TU Dresden. Der Mangel an Fachkräften zeigt sich etwa in Gastronomie und Hotellerie. Die Zahlen der Personen, die eine Ausbildung in einem dieser Bereiche beginnen, sinken immer weiter. Während im Jahr 1998 noch 695 Personen anfingen, den Koch-Beruf zu erlernen, sind es inzwischen nur noch 233, Tendenz fallend. Mögliche Ursachen sind unter anderem der demografische Wandel, das starre Arbeitszeitgesetz und die Tatsache, dass mehr junge Menschen sich inzwischen für ein Studium entscheiden. Ebenso wie das Bundesland Sachsen, in diesem Zusammenhang liebevoll „Silicon Saxony“ genannt, ist die Region Bautzen eigentlich ein Anziehungspunkt für Fachkräfte aus der ganzen Welt. Allerdings scheint das Image der Region aufgrund der aktuellen Negativmeldungen in punkto Fremdenhass etwas zu leiden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser nicht langfristig auftritt, da es sonst zu einem kassenwirksamen Imageschaden kommen und das Investitionsklima leiden kann.

Bautzens Wirtschaft auf Kurs

Laut IHK Konjunkturbericht für Sachsen boomt die Wirtschaft im Bundesland weiterhin. Es wird ein Wachstum von 2,2% (im Vorjahr waren es 2,1%) prognostiziert. Eine ähnliche Entwicklung wird für Bautzen erwartet, da der Landkreis viel Raum für neue Unternehmen und Branchen bietet. In den zwölf großräumigen Industrie- bzw. Gewerbegebieten gibt es unter anderem Bürogebäude und Produktionshallen, in denen sich etablierte Firmen ebenso wie Jungunternehmer niederlassen können. Die Gebiete liegen am Stadtrand in Autobahnnähe und verfügen über eine moderne Infrastruktur. Eine sehr gute Verkehrsanbindung ist daher gewährleistet. Die geografische Lage ist generell positiv zu bewerten. Bautzen befindet sich im Dreiländereck neben Tschechien und Polen sowie in der Nähe starker Wirtschaftsstandorte wie Dresden, Berlin, Breslau, Liberec oder Prag. Für kleine bis große Firmen ist die Region also nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen wirtschaftlichen Möglichkeiten attraktiv. Start-ups können ihre Erfolgschancen nicht nur mit einem guten Standort erhöhen, sondern auch wenn sie von Beginn an eine professionelle Buchhaltungssoftware einsetzen. Was das genau ist und welche Vorteile sie hat, ist hier nachzulesen.

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