Zum 35. Mal Meuterei im Klassenzimmer

Das Bild zeigt eine Szene mit Gabriele Rothmann, Jan Mickan, Katja Reimann und Mirko Branktaschk. Die Aufforderung „Frau Müller muss weg“ wird am Donnerstag, dem 23. Februar, um...

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Das Bild zeigt eine Szene mit Gabriele Rothmann, Jan Mickan, Katja Reimann und Mirko Branktaschk.
Das Bild zeigt eine Szene mit Gabriele Rothmann, Jan Mickan, Katja Reimann und Mirko Branktaschk.

Die Aufforderung „Frau Müller muss weg“ wird am Donnerstag, dem 23. Februar, um 19.30 Uhr bereits zum 35. Mal im Theater Bautzen ertönen. Dann nämlich werden auf der Bühne des Haupthauses die Eltern der Klasse 4b (Mirko Brankatschk,
Fiona Piekarek, Katja Reimann, Heike Ostendorp und Jan Mickan) wieder eine Meuterei im Klassenzimmer gegen die Lehrerin (Gabriele Rothmann) anzetteln.
Schließlich haben sich die Noten der Kinder zuletzt dramatisch verschlechtert. Die Zulassung der Kinder zum Gymnasium steht auf dem Spiel. Doch diese Entscheidung wollen die Eltern nicht tatenlos abwarten. Sie haben längst ihre Entscheidung getroffen: Frau Müller, die Lehrerin, ist schuld und deshalb muss sie zum Wohle der Kinder weg.

Wie der Elternabend ausgeht, zeigt die rasante Komödie von Lutz Hübner in der Regie von Michael Funke. Hübner (Jahrgang 1964) ist einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker, seine mehrfach preisgekrönten Stücke werden international gespielt. In seinen Jugend- und Familienstücken begibt er sich mit großem Gespür für Komik auf die Suche
nach lebensnahen Figuren, die den Abgründen des Alltäglichen ausgeliefert sind. „Frau Müller muss weg“ zeichnet sich durch scharfzüngigen Witz, rasante Dialoge und diabolisches Augenzwinkern aus. Der Autor schreibt dazu: „Bei Kindern hört der Spaß auf. Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen. Und weil an Elternabenden nicht nur Eltern um ihre Kinder kämpfen, sondern auch immer die Eltern für sich selbst, ist man sich im Vorfeld des Treffens einig geworden: Es geht darum, die blöden Bälger irgendwie durchzukriegen! Frau Müller muss weg!“

Text+ Foto: Theater Bautzen

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