Bautzener Bahnhof schneidet gut ab

Der Bahnhof in Bautzen verfügt über eine angemessene Menge an Fahrradabstellanlagen. Dies zeigt eine Studie zu Sachsens Bahnhöfen, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen letzten Donnerstag in Dresden...

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Der Bahnhof in Bautzen verfügt über eine angemessene Menge an Fahrradabstellanlagen. Dies zeigt eine Studie zu Sachsens Bahnhöfen, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen letzten Donnerstag in Dresden veröffentlichte. Der stark frequentierte Bahnhof verfügt über 105 überdachte Fahrradständer. Hinzu kommen aktuell 68 Plätze in einer sicheren Sammelschließanlage, welche zurzeit montiert wird. Der Bahnhof erreichte damit Schulnote 2, der sächsische Durchschnitt liegt bei Note 4,5. Um Schulnote 1 zu erhalten, wären mehr Abstellanlagen notwendig gewesen. Regensichere Abstellanlagen, die auch vor Vandalismus und Diebstahl schützen, sind viel gefragt und werden von Pendlern gern genutzt. Sie verhindern auch, dass Fahrräder wild an Geländern, Laternen oder Bäumen angeschlossen werden.

Janek Mücksch, Mitglied im Vorstand des ADFC Sachsen, freut sich über die neuen Abstellanlagen in Bautzen: „Fahrradabstellanlagen kosten wenig Geld, sind sehr platzsparend und erhöhen das Potential von Bahnhöfen enorm.“ Über 1.000 Menschen steigen täglich in Bautzen in den Zug. Mehr als 18.000 Personen kommen täglich in die Stadt und etwa 6.500 Bautzener verlassen Bautzen auf dem Weg zur Arbeit. 

Viele Pendler würden das Rad mit der Bahn kombinieren, weiß ADFC-Vorstandsmitglied Mücksch. Das ist aber nur dann gut möglich, wenn man das Fahrrad am Bahnhof parken kann, ohne Angst vor Vandalismus und Diebstahl. „Der ZVON hat richtig gehandelt und das Potential erkannt. Ich gehe davon aus, dass das neue Angebot gut angenommen wird. Wenn gute Fahrradständer bereit stehen, führt das zu einem höheren Fahrgastaufkommen der Bahn“ sagt Mücksch. 

In vielen anderen sächsischen Städten ist die Situation problematischer als am Bautzner Bahnhof. Rund 40% der Haltepunkte im Freistaat verfügen über keine Abstellanlagen und bei weiteren 20% sind sie äußerst mangelhaft. 

Aber auch in anderen sächsischen Städten sind durchaus auch Lichtblicke zu erkennen: Etwa 20% der sächsischen Bahnhöfe erreichten Schulnote 1 oder 2. Hier kommt auf mindestens jeden zehnten Fahrgast eine überdachte und diebstahlsichere Anlage. Erhebliche Unterschiede gibt es zwischen den Landkreisen. Während im Voglandkreis die Durchschnittsnote bei 4,9 liegt, wurden die Abstellanlagen im Landkreis Bautzen im Mittel mit Note 3,6 bewertet. Hier verfügen 42% der Bahnhöfe über gute Fahrradständer. Nur der Landkreis Leipzig schnitt noch besser in der Studie ab.

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