Deutlicher Einbruch der Sächsischen Industrie

Wie das Statistische Landesamt Sachsen berichtet, wurde in der sächsischen Industrie von Januar bis April 2020 ein Gesamtumsatz von 17,3 Milliarden Euro, bei 237 644 tätigen Personen, erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach dies einem...

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Wie das Statistische Landesamt Sachsen berichtet, wurde in der sächsischen Industrie von Januar bis April 2020 ein Gesamtumsatz von 17,3 Milliarden Euro, bei 237 644 tätigen Personen, erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Umsatzrückgang um 14,4 Prozent. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie brach das Auslandsgeschäft um 21,1 Prozent überdurchschnittlich ein (Inland: -10,1 Prozent). Im beschäftigungs- und umsatzstärksten Industriezweig Herstellung von Kraftwagen und -teilen sank der Umsatz infolge zwischenzeitlicher Produktionsunterbrechungen und Betriebsschließungen insgesamt um 30,6 Prozent und mit dem Ausland um 38,1 Prozent besonders deutlich, allerdings weniger stark als zu Jahresbeginn 2009 im Gefolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Gesamtexport Sachsens ging in den ersten vier Monaten 2020 gegenüber 2019 um 15,1 Prozent zurück, beim Import waren es 5,5 Prozent weniger. Im Bauhauptgewerbe erwirtschafteten 34 163 tätige Personen in den ersten vier Monaten 2020 einen Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 verlief die Umsatzentwicklung mit 7,8 Prozent deutlich aufwärtsgerichtet. Bei den Beschäftigten betrug der Zuwachs 3,1 Prozent. Im Einzelhandel lagen die Umsätze von Januar bis April 2020 nominal 4,2 Prozent und real – unter Ausschaltung von Preiseinflüssen – 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Beschäftigtenzahl war um 0,8 Prozent höher. Dagegen verzeichnete das Gastgewerbe im Berichtszeitraum erhebliche Rückgänge sowohl beim Umsatz (nominal: -27,7 Prozent bzw. real: -29,3 Prozent) als auch bei den Beschäftigten (-4,9 Prozent). Daten zum Arbeitsmarkt und zu den Verbraucherpreisen sind im Konjunkturbericht bereits bis Juni 2020 verfügbar. Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) betrug nach zuletzt ansteigender Tendenz 6,3 Prozent. Die Jahresteuerungsrate des Verbraucherpreisindex war mit 1,0 Prozent niedriger als im Juni 2019 sowie im 1. Quartal 2020 (jeweils 1,8 Prozent).

Dazu erklärt Frank Peschel, AfD Landtagsabgeordneter aus Bautzen: „Die Auswirkungen der Corona-Krise werden immer sichtbarer. Die Staatsregierung muss endlich wirtschaftspolitische Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise Steuersenkungen oder Investitionen in Infrastrukturprojekte. Um Marktverzerrungen zu verhindern, sollten die Maßnahmen möglichst breit aufgestellt und branchenunabhängig sein.

Wiederholt mahne ich die Staatsregierung an, bestehende Ausgaben und politische Strukturen immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand zu stellen.“

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