Fast vier Prozent Baupreissteigerungen

Die Preise für den Neubau eines Wohngebäudes stiegen in Sachsen im Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 3,9 Prozent an, so das Statistische Landesamt Sachsen. Im...

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Die Preise für den Neubau eines Wohngebäudes stiegen in Sachsen im Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 3,9 Prozent an, so das Statistische Landesamt Sachsen. Im November 2020, dem vorangegangenen Berichtsmonat, betrug dieser Anstieg unter dem Einfluss der temporären Senkung der Mehrwertsteuer nur 0,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich im Februar 2021 die Preise für Rohbauarbeiten um 3,1 Prozent und für Ausbauarbeiten um 4,4 Prozent. Beeinflusst wurde dies u.a. durch Lohnerhöhungen aufgrund der Mindestlohnanpassung, aber auch durch Preissteigerungen für Materialien wie Kupfer und Holz. Diese spiegelten sich im Preisanstieg bei Klempnerarbeiten (+4,2 Prozent) bzw. Zimmer-und Holzbauarbeiten (+8,7 Prozent) wider. Steigende Transportkosten aufgrund der aktuellen Kraftstoffpreisentwicklung beeinflussten zudem die Preisgestaltung einzelner Bauleistungen. Im Ausbaugewerbe gab es überdurchschnittliche Preissteigerungen bei Betonwerksteinarbeiten (+8,0 Prozent), Arbeiten an Nieder-und Mittelspannungsanlagen bis 36kV (+6,3 Prozent) und Metallbauarbeiten (+6,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr mussten auch für Maßnahmen zur Instandhaltung von Wohngebäuden 4,1Prozent und für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung 2,4 Prozent mehr finanzielle Mittel eingeplant werden. Gegenüber November 2020 erhöhte sich der Index für den Neubau eines Wohngebäudes um 5,0 Prozent unter Berücksichtigung des jetzt wieder gültigen Mehrwertsteuersatzes von 19 Prozent. Die Preise im Straßenbau stiegen um 3,7 Prozent. Für die Instandhaltung von Wohngebäuden erhöhten sie sich im gleichen Zeitraum um 4,8 Prozent bzw. für Schönheitsreparaturen um 2,5 Prozent.

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