Gebühren für die Kinderbetreuung steigen

Jedes Jahr muss sich die Stadtverwaltung Bautzen die Frage stellen, was die Betreuung eines Kindes in der Krippe, im Kindergarten und im Hort tatsächlich kostet. Personal-, Sach- und...

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Jedes Jahr muss sich die Stadtverwaltung Bautzen die Frage stellen, was die Betreuung eines Kindes in der Krippe, im Kindergarten und im Hort tatsächlich kostet. Personal-, Sach- und Betriebsauslagen sind die wesentlichen Eckpfeiler der entstehenden Kosten, die sich am Ende Stadt, Eltern und Freistaat teilen müssen. Insgesamt geht es um 23 Kindertageseinrichtungen, die entweder von der Stadt oder von freien Trägern betrieben werden. Dazu kommen 18 Kindertagespflegestellen. Die Stadt selbst betreibt fünf Krippen und Kindergärten mit 531 Plätzen, weitere 1.375 Kinder werden in zwölf Einrichtungen freier Träger betreut. In den 15 Kindertagespflegestellen und bei drei Ersatzpflegepersonen sind derzeit bis zu 79 Mädchen und Jungen in guter Obhut. Für Hortkinder stehen vier städtische Einrichtungen mit 851 und zwei Horte in freier Trägerschaft und in Trägerschaft des Landkreises mit weiteren 375 Plätzen zur Verfügung. Bis zu 89 Mädchen und Jungen besuchen zudem den städtischen Hort im Förderzentrum „Am Schützenplatz“.

Insgesamt müssen von der Stadt Bautzen mehr als 3.300 Betreuungsplätze bewirtschaftet und finanziert werden. Die neue Kostensatzung war Thema im Stadtrat am 29. Januar.

Die aktuell beschlossene Satzung sieht nun vor, dass Eltern in der Kinderkrippe 21 %, im Kindergarten sowie im Hort 28 % und im Förderhort 23 % der Betriebskosten zahlen müssen. Der „Rest“ wird aus dem städtischen Haushalt finanziert. Das sind immerhin fast 10 Millionen Euro, Kosten für freie Träger inklusive. Dieser Betrag ist gegenüber 2019 um 1,14 Millionen Euro angestiegen.

Nach der neuen Satzung kostet ein 9-Stunden-Krippenplatz für das erste Kind den Eltern 230,91 Euro. 6 Stunden im Hort kosten 77,95 Euro, 9 Stunden Kindergarten 136,77 Euro und 6 Stunden Förderhort 91,69 Euro. Änderungen gibt es auch beim Verpflegungskostenersatz. Bei nicht zumutbaren Belastungen übernimmt übrigens der Landkreis auf Antrag der Eltern die Zahlung der Elternbeiträge. Eine Vielzahl der Bautzener Eltern nutzt dieses Angebot. Diese Alternative gibt es für die Stadtkasse nicht. Weder vom Land, noch vom Landkreis stehen weitere Entlastungen in Aussicht.

Foto: pixabay

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