Kampf gegen das Coronavirus: Welche Medikamente könnten helfen?

Bislang gibt es noch keinen Impfstoff, der gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 hilft. Mit Hochdruck forschen Wissenschaftler allerdings an Arzneimitteln, die die durch den Virus Covid-19 ausgelöste Lungenerkrankung bekämpfen...

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Bislang gibt es noch keinen Impfstoff, der gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 hilft. Mit Hochdruck forschen Wissenschaftler allerdings an Arzneimitteln, die die durch den Virus Covid-19 ausgelöste Lungenerkrankung bekämpfen können. Schon jetzt sind sich viele Experten sicher, dass vor einem potentiellen Impfstoff vermutlich zuerst ein Medikament zur Linderung der schweren Symptome zur Verfügung steht. Deshalb testen Mediziner aktuell sogar mehrere vielversprechende Arzneimittel, die schon für die Behandlung anderer Erkrankungen angewendet werden.

Bringt das Malaria-Medikament Resochin den gewünschten Erfolg?

Laut Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist das Malaria-Medikament Resochin eine vielversprechende Substanz. Dieser Arzneistoff wird schon seit längerer Zeit zur Malaria-Prophylaxe verwendet. Jedoch seien noch weitere Studien nötig, um das Medikament tatsächlich gegen den neuen Coronavirus einzusetzen.

Verschafft das Ebola-Arzneimittel Remdesivir den erhofften Durchbruch?

Aktuell wird in Deutschland ebenfalls eine klinische Studie zu der Frage durchgeführt, ob das Ebola-Medikament Remdesivir ebenfalls eine Linderung der durch den Covid-19 Virus verursachten Symptome ermöglicht. Wie die ersten Ärzte von Kliniken in Deutschland bestätigen, hat dieses Arzneimittel bei einigen Patienten schon gute therapeutische Effekte gezeigt. Remdesivir ist aktuell einer der größten Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus. Deshalb gibt es aktuell sogar mehrere Kliniken in Deutschland, in denen entsprechende Studien über die Wirksamkeit des Arzneimittels an ungefähr 1.000 Patienten und Patientinnen durchgeführt werden.

Erste Studienergebnisse werden schon zeitnah präsentiert

Nun gaben die ersten Ärzte bekannt, dass die ersten Erkenntnisse über die Studie wahrscheinlich Anfang April erwartet werden. Bereits wenige Heilversuche würden aufzeigen, ob sich durch den Virus hervorgerufene Lungenentzündungen verbessern. An diese These knüpft ebenfalls ein Mediziner der Universität Nebraska an, der auf positive Wirkungen von Remdesivir an Tieren sowie in Reagenzgläsern verweist. Demzufolge wirke sich die Substanz antiviral gegen Sars und Mers aus. Deshalb haben die Forscher nun die Hoffnung, dass dieser antivirale Effekt auch im menschlichen Körper eintritt.

Großes Interesse an den Wirkstoffen der Pharmaunternehmen

Laut Aussagen der Neuen Zürcher Sonntagszeitung haben Regierungen schon jetzt ein großes Interesse an den Pharmaunternehmen, die möglicherweise Arzneimittel mit wirksamen Wirkstoffen herstellen. Es ist sogar von einem „Verteilkampf“ die Rede, demzufolge einige Regierungen aktuell Gesetzgebungen anpassen, um die Medizin im Notfall auch ohne Einverständnis der Halter von Patentrechten herstellen zu können. Diese Diskussion ist auch in Deutschland in vollem Gange. Im Fokus steht dabei eine Einführung der Erteilung von Zwangslizenzen. Aktuell deckt sich Deutschland schon mit Arzneimitteln ein, die möglicherweise gegen Covid-19 wirken. Diesbezüglich bestätigte das Bundesgesundheitsministerium bereits, dass verschiedene Wirkstoffe geordert wurden.

Das Interesse an potentiellen Arzneimitteln ist hoch

Als mögliche Lösungen kommt das Malariamittel mit dem Wirkstoff Chloroquin in Betracht. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig geklärt, ob dieses Arzneimittel nicht Vergiftungen auslöse. Ein anderes Beispiel ist das in Japan zugelassene Grippemittel Avigan. Dann ist es vermutlich nur noch eine Frage derzeit, bis die ersten Medikamente gegen den Virus in Deutschlands Apotheken stehen. Schließlich sind Apotheken aktuell auch einige der wenigen Einrichtungen, die regulär geöffnet sind. Alternativ stehen natürlich ebenfalls Online-Apotheken wie Kamagra zur Wahl. Allerdings weicht das Angebot an Medikamenten von Internetapotheke zu Internetapotheke zum Teil deutlich voneinander ab.

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