Nie mehr Lebensmittel verschwenden: 10 Tipps zur Abfallvermeidung

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die deutsche Bundesregierung bereits seit dem Klima- und Energieplan 2018. Von nachhaltigem Tourismus bis hin zu klimafreundlicher Ernährung. Bei der Annäherung an die beschlossenen...

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Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die deutsche Bundesregierung bereits seit dem Klima- und Energieplan 2018. Von nachhaltigem Tourismus bis hin zu klimafreundlicher Ernährung. Bei der Annäherung an die beschlossenen Energie- und Klimaziele der Bundesrepublik kommt es auf die Unterstützung jedes einzelnen Bundesbürgers an.

Laut einer Umfrage von Infratest Dimap ist 85 Prozent aller Deutschen klar, dass der Klimawandel ohne persönliche Anpassungen des Lebensstils nicht zu stoppen ist. Eine solche Anpassung ist Müllvermeidung. Obwohl man mit dem damit assoziierten Zero Waste Prinzip vor allem die Reduktion von Plastikmüll verbindet, bedeutet Müllvermeidung im größeren Rahmen auch reduzierte Lebensmittelverschwendung. Viele Tonnen an Nahrungsmitteln wandern innerhalb der Bundesrepublik Tag für Tag in den Müll. Wie geht man am besten vor, um im Alltag weniger Lebensmittelmüll zu produzieren?

Lebensmittel besser verwerten: Worauf kommt es an?

Wer einen möglichst klimaneutralen Alltag leben will, hat im Umgang mit Lebensmitteln einiges zu beachten. Nachhaltigkeit beginnt hier bei der konsumbewussten Auswahl verwendeter Zutaten und geht bis hin zur Reduktion von Verpackungs- und Lebensmittelmüll. Wer bewusster einkauft und verwendete Zutaten zu Hause richtig lagert, kann fauliges Obst und Gemüse ebenso vermeiden wie abgelaufenes Fleisch. Um weniger Lebensmittel zu verschwenden, sollte man

– möglichst bedarfsgerechte Zutatenmengen kaufen.

– niemals mit knurrendem Magen einkaufen.

– vor jedem Einkauf die Vorratskammer und den Kühlschrank prüfen.

– Großpackungen meiden.

– mit einer Kühltasche in den Supermarkt gehen.

– Zutaten noch im Geschäft auf die Haltbarkeit prüfen.

– maßvoll kochen.

– kreative Resteküche betreiben.

– zu viel Gekauftes haltbar machen (beispielsweise Pilze rechtzeitig einfrieren oder Obst rechtzeitig einkochen).

– Angebote und Initiativen wie foodsharing.de nutzen.

Extra-Tipp für maßvolle Lebensmittelkäufe: Anbieter wie HelloFresh liefern zu ausgewählten Rezepten frische Zutaten in bedarfsgerechten Mengen aus. So muss man beispielsweise keinen ganzen Kohlkopf mehr kaufen, obwohl man zur Zubereitung eines bestimmten Gerichts nur ein Viertel davon benötigt.

Lebensmittel haltbar machen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Konservierung und richtige Lagerung von Nahrungsmitteln verlängert ihre Haltbarkeit und wirkt dadurch Lebensmittelverschwendung entgegen. Neben der Aufbewahrung im Kühlschrank und Gefrierfach gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, um den Verderb bestimmter Lebensmittel hinauszuzögern. Zu den wichtigsten gehören

– das Trocknen, das die Lebensdauer von Zutaten wie Kräutern, Getreide, Hülsenfrüchten und Obst verlängert. Indem man den Nahrungsmitteln Wasser entzieht, wird Fäulnisbakterien die Lebensgrundlage genommen.

– das Räuchern, das sich für Nahrungsmittel wie Forelle oder Schinken anbietet und neben Haltbarkeitsvorteilen geschmackliche Vorzüge hat.

– das Salzen, das Fleisch und Fisch länger haltbar macht.

– das Säuern, das auf der Zugabe von Essig basiert und sich für Gemüse anbietet.

– das Zuckern und Gelieren, mit dem sich die Haltbarkeit von Früchten um bis zu ein Jahr verlängern lässt.

– das Einkochen zu Kompott oder Chutneys, das bei Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius die Mikroorganismen in Obst und Gemüse abtötet.

– das Einlegen in Alkohol, Öl oder Salzlake, das Bakterien den Sauerstoff nimmt und die Haltbarkeit dadurch um mehrere Wochen verlängert.

– das Vakuumieren, das auf einem ähnlichen Prinzip wie das Einlegen basiert.

Wer Konservierungsmethoden wie die genannten anwendet, produziert automatisch weniger Lebensmittelabfälle. Allerdings sollte trotzdem stets bedarfsgerecht eingekauft werden. Obwohl die genannten Methoden die Haltbarkeit verlängern, belasten sie zum Teil nämlich die Umwelt. Das gilt beispielsweise für Gefrieren und Einkochen, da hierbei Energie verbraucht wird.

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