Polizei: Christi Himmelfahrt in der Oberlausitz

Die Reviere der Polizeidirektion Görlitz haben anlässlich des Vatertages in den Landkreisen Bautzen und Görlitz die Feiernden im Auge behalten, Anlaufpunkte kontrolliert und Hinweise aus der Bevölkerung überprüft....

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Die Reviere der Polizeidirektion Görlitz haben anlässlich des Vatertages in den Landkreisen Bautzen und Görlitz die Feiernden im Auge behalten, Anlaufpunkte kontrolliert und Hinweise aus der Bevölkerung überprüft. Insgesamt registrierte das Führungs- und Lagezentrum etwa 30 Notrufe im Zusammenhang mit Christi Himmelfahrt.

Der Großteil der Bevölkerung feierte friedlich in kleineren Gruppen und hielt sich an die Hygiene- und Abstandsvorschriften der Corona-Schutz-Verordnung. Im Laufe des Tages, mit vermehrtem Alkoholkonsum, nahm die Zahl der Einsätze zu. Es ereigneten sich Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol. Auch mehrere Körperverletzungen fanden in den Nachmittags- und Abendstunden statt. Hierbei handelte es sich zum Großteil um kleinere Schlägereien. Größere Einsätze fanden in Burk und Zittau statt.

Angegriffen – Staatsschutz sucht Zeugen

Bautzen, OT Burk, Strandpromenade, 21.05.2020, 16:00 Uhr – 16:40 Uhr

Am Nachmittag ist es an der Strandpromenade im Bautzener Ortsteil Burk zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Die sofort eingesetzten Beamten nahmen die Identitäten von 13 Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 bis 31 Jahren auf. Die Deutschen stehen im Verdacht drei Afghanen im Alter 18 und 19 Jahren angegriffen zu haben. Ein 15-jähriger Deutscher geriet mit den Beschuldigten ebenfalls in eine handgreifliche Auseinandersetzung. Einen gleichaltrigen Jugendlichen nötigten sie offenbar sein Handy herauszugeben. Eine 15-Jährige verletzte sich leicht, als sie sich vor den Angreifern versteckte. Auch die anderen Angegriffenen erlitten leichte Verletzungen. Die Polizisten erstatteten Anzeigen aufgrund des Verdachts des Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Körperverletzung, Beleidigung sowie Nötigung. Die Polizei prüft einen politisch-motivierten Hintergrund der Taten.

Die weiteren Ermittlungen übernahm das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion und bittet um Zeugenhinweise. Wer Angaben zum Geschehen am Stausee machen kann, wird gebeten sich im Führungs- und Lagezentrum unter der Rufnummer 03581 468 – 100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Drei Unfälle unter Alkoholeinfluss

Königsbrück, Hoyerswerdaer Straße Richtung Schmorkau, 21.05.2020, 15:45 Uhr

Laußnitz, Am Walberberg, Dresdner Straße, 21.05.2020, 17:30 Uhr

Königsbrück, Steinborner Straße, 21.05.2020, 20:40 Uhr

Zu Männertag ist es im Revierbereich Kamenz zu mehreren Verkehrsunfällen mit verletzten Personen gekommen. Darunter standen drei im Zusammenhang mit Alkoholgenuss.

In Königsbrück stürzte am Nachmittag ein 27-Jähriger mit seinem Rad und verletzte sich dabei leicht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 2,22 Promille. In den Abendstunden kam ein weiterer Radfahrer alleinbeteiligt auf der Steinborner Straße zu Fall und verletzte sich. Bei dem 62-Jährigen könnte ebenfalls Alkohol die Ursache gewesen sein. Ein Test ergab einen Wert von umgerechnet 1,62 Promille.

In Laußnitz verunfallte ein 48-Jähriger, der mit seinem Rad in Richtung Hoyerswerda unterwegs war. Der Test ergab hier einen Wert von umgerechnet 2,88 Promille. Rettungskräfte brachten den Verunfallten verletzt in ein Krankenhaus.

Bei allen Beschuldigten ordneten die Polizisten eine Blutentnahme an. Die drei Deutschen erhielten Anzeigen wegen des Verdachts der Trunkenheit im Straßenverkehr.

Betrunkene Radler

Lauta, Karl-Liebknecht-Straße, 21.05.2020, 21:15 Uhr

Zwei alkoholisierte Radfahrer im Alter von 35 und 56 Jahren sind am Abend auf der Karl-Liebknecht-Straße in Lauta gestürzt. Sie befuhren nebeneinander die Fahrbahn in gleicher Richtung. Dabei gerieten die Räder aneinander. Die Männer kamen zu Fall. Der Ältere erlitt leichte Verletzungen. Sachschaden entstand nicht. Die Ordnungshüter ließen die Beschuldigten pusten. Die Tests ergaben umgerechnet 1,78 Promille bei dem Jüngeren und 1,16 Promille bei seinem Kompagnon. Es folgten Blutentnahmen sowie Anzeigen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Polizist angegriffen – Tatverdächtiger in Gewahrsam

Görlitz, Biesnitzer Straße, 21.05.2020, gegen 22:00 Uhr

Am Abend haben Zeugen der Polizei gemeldet, dass eine Gruppe von über zehn Jugendlichen auf zwei Personen an der Biesnitzer Straße in Görlitz einprügeln würde. Sofort eingesetzte Kräfte des Polizeireviers und der Soko Argus stellten daraufhin mehrere Tatverdächtige zwischen 17 und 23 Jahren. Einer der Deutschen versuchte während der polizeilichen Maßnahmen einen Beamten in den Schwitzkasten zu nehmen. Dies gelang ihm nicht. Stattdessen verbrachte der Angreifer die Nacht in einer Gewahrsamszelle. Die Geschädigten erlitten leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Die Tatverdächtigen erhielten entsprechende Anzeigen. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei.

Verfassungsfeindliche Rufe – Tatverdächtige gestellt

Zittau, Äußere Oybiner Straße, 21.05.2020, 20:10 Uhr – 20:30 Uhr

Verfassungsfeindliche Parolen sind am Abend an der Äußeren Oybiner Straße in Zittau erklungen. Die Rufe schallten offenbar aus einem Hinterhof. Als die Beamten vor Ort eintrafen, vernahmen auch sie die verbotenen Worte. Schließlich kamen zwei Personen aus dem Haus heraus. Beim Anblick des Streifenwagens nahmen sie die Beine in die Hand. Dabei stieß ein 32-Jähriger eine Polizistin beiseite. Sein 57-jähriger Begleiter wollte ihm offenbar helfen und schubste ebenfalls einen Ordnungshüter. Sie kamen allerdings nicht weit, Einsatzkräfte ergriffen beide wenig später. Bei dem Älteren kam Pfefferspray zum Einsatz. Bei der Fixierung zogen sich die Tatverdächtigen leichte Verletzungen zu. Rettungssanitäter versorgten diese. Die Beamten blieben unverletzt.

Es stellte sich heraus, dass sich in dem Hausflur weitere Personen befanden. Diese öffneten nach Aufforderung der Uniformierten jedoch nicht. Ein Staatsanwalt ordnete die Durchsuchung, Identitätsfeststellung sowie die Sicherstellung von Gegenständen verfassungswidriger Situationen an. Als der Schlüsseldienst eintraf, öffneten die Personen die Tür. Die Polizisten erfassten die Personalien von drei Männern im Alter von 27, 30 und 31 Jahren sowie von zwei 30 und 33 Jahre alte Frauen. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte sechs verdächtige CDs, welche sie einzogen.

Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion eröffnete ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung gegen insgesamt sieben deutsche Tatverdächtige.

Betrunkener Radfahrer gestürzt

Halbendorf, Dorfstraße, 21.05.2020, 18:30 Uhr

Am Donnerstagnachmittag ist ein 43-jähriger Radfahrer mit seinem E-Bike auf der Dorfstraße in Halbendorf gestürzt und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Rettungskräfte übernahmen die medizinische Versorgung und brachten den Verunglückten in ein Krankenhaus. Es bestand der dringende Verdacht, dass der Mann unter Einwirkung von Alkohol geradelt war. Auf Grund der schweren Verletzungen konnte ein Atemalkoholtest nicht stattfinden, daher wiesen die Beamten eine Blutentnahme an.

Über den Vorfall in Zittau hinaus, stellte die Polizei zu Christi Himmelfahrt keine weiteren Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung fest.

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