Sachsens Tourismus ist massiv eingebrochen

Sachsens Tourismusbranche ist 2020 massiv eingebrochen. Wie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) mitteilte, kamen zwischen Januar und Ende August 2020 mehr als 3,3 Millionen Touristen nach...

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Sachsens Tourismusbranche ist 2020 massiv eingebrochen. Wie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) mitteilte, kamen zwischen Januar und Ende August 2020 mehr als 3,3 Millionen Touristen nach Sachsen, die knapp 9,2 Millionen Übernachtungen tätigten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stellt dies bei den Ankünften ein Minus von 40,1 Prozent und bei den Übernachtungen von minus 32,8 Prozent dar. Vor den Sommerferien lag das Minus im ersten Halbjahr jedoch bei den Gästeankünften noch bei 50,2 Prozent und bei den Übernachtungen bei 43,7 Prozent.

Sachsen konnte sich vor allem im Sommer wieder über erste Gäste aus den wichtigen Zielmärkten Polen, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Tschechien freuen. Trotzdem steht Sachsen bis einschließlich August bei den Gästeübernachtungen mit 52,0 Prozent im Minus. Bundesweit sind es 59,3 Prozent im Vergleich. Der leichte Aufwärtstrend im Incoming darf nicht über die problematische Marktlage hinwegtäuschen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus prognostiziert nach Ergebnissen einer aktuellen Studie, dass die Erholungsphase in Bezug auf Gäste aus dem Ausland voraussichtlich Jahre dauern werde.

Frank Peschel, AfD-Landtagsabgeordenter aus Bautzen, kommentiert: „Sachsens Tourismus und Gastgewerbe hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gut entwickelt. Über 66.000 Menschen waren alleine in der Gastronomie beschäftigt. Jedoch arbeiteten etwa sieben von zehn Angestellten in Teilzeit. Die jetzt beschlossen Corona-Maßnahmen, auch im Landkreis Bautzen, sind existenzgefährdend für die Branche. Ich erwarte von der Staatsregierung nicht immer neue Corona-Vorschriften, sondern Lösungsvorschläge, wie die Tourismusbranche überleben kann. Ein zweiter Lockdown muss verhindert werden, sonst werden viele Unternehmen nicht überleben.“

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