Neue Idee für Schmuckbeete in Bautzen

An verschiedenen Orten haben Stadtverwaltung Bautzen und Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen dafür gesorgt, dass die Schmuckbeete durch essbare Pflanzen ergänzt werden. Prächtiger Mangold und Blutampfer, später auch Andenbeeren...

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An verschiedenen Orten haben Stadtverwaltung Bautzen und Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen dafür gesorgt, dass die Schmuckbeete durch essbare Pflanzen ergänzt werden. Prächtiger Mangold und Blutampfer, später auch Andenbeeren (Physalis), warten auf Abnehmer. Jeder Passant darf zum Gärtner werden. Damit möglichst viele Bautzener Freude an der „Essbaren Stadt“ haben, sollten alle Hobbyköche ihre Mitmenschen im Hinterkopf behalten. Jeder sollte nur so viel ernten, dass auch der Nächste noch etwas abbekommen kann. Wichtig ist dabei auch, dass nie die ganze Pflanze aus dem Boden entfernt wird.

Geerntet werden kann an verschiedenen Standorten. In den Kübeln auf Reichenstraße, Hauptmarkt, Innerer Lauenstraße und Goschwitzstraße wurden alle drei Pflanzen angebaut. Auf dem Rathenauplatz sind außerdem Andenbeere und Blutampfer zu finden. Zusätzlich wächst im Senkgarten in den Wallanlagen (nahe dem Springbrunnen gegenüber dem Krankenhaus) Blutampfer in großer Stückzahl. Damit wächst die „Essbare Stadt“ weiter an. Bereits im April hatten Mitglieder der Bürgerinitiative „Die Stadtbegrüner“ an der Michaeliskirche Beerensträucher, heimische Kräuter und Gemüsepflanzen angebaut. Dieses Projekt wurde aus dem Bürgerhaushalt finanziert.

Mangold kann wie Spinat verarbeitet werden, ist jedoch intensiver im Geschmack. Sowohl die Blätter als auch die Stiele können verzehrt werden. Angenehmer Beigeschmack: Genießen lässt sich Mangold bis zum ersten Frost. Damit alle Bautzener möglichst lange davon zehren können, dürfen immer nur die äußeren Blätter gepflückt werden. Der Blutampfer, erkennbar an seinen auffallend roten Adern, schmeckt hervorragend zu Salat. Hier werden nur die jungen Blätter verwendet, die im Geschmack wesentlich milder sind als andere Sauerampfergewächse. Die Erntezeit dauert noch bis zum November an. Wer sich auf die Andenbeere freut – besser bekannt als Physalis – muss sich noch eine Weile gedulden. Im September sind die gelb-orangenen Früchte reif.

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