Aktionstag im Lausitzer Seenland Klinikum

LSK/Ufert Hoyerswerda. (LSK) Am Mittwoch, den 12. Oktober 2011 veranstaltete das Lausitzer Seenland Klinikum den 4. Aktionstag zur Händedesinfektion im Rahmen der „Aktion Saubere Hände“. „Dabei wurden die...

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Die Hygienebeauftragte Andrea Härtwig im Gespräch mit Mitarbeitern des LSK
LSK/Ufert

Hoyerswerda. (LSK) Am Mittwoch, den 12. Oktober 2011 veranstaltete das Lausitzer Seenland Klinikum den 4. Aktionstag zur Händedesinfektion im Rahmen der „Aktion Saubere Hände“. „Dabei wurden die Kenntnisse für eine hygienische Händedesinfektion weiter vertieft und deren richtige Anwendung geübt. Die Notwendigkeit einer guten Handpflege und die Diskussion zur Praxisanwendung der hygienischen Händedesinfektion waren ebenfalls Themen dieses Tages.“ sagt Sabine Hartmann, Hygienefachkraft im Lausitzer Seenland Klinikum

Jährlich gibt es in Deutschland etwa 500.000 Fälle von Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen), europaweit rund drei Millionen. Sie führen zu zusätzlichem Leid für die Patienten, längeren Liegezeiten und immensen Mehr-Kosten für das Gesundheitswesen. In Europa sterben laut Expertenschätzungen rund 50.000 Menschen jährlich an den nosokomialen Infektionen. Die „Aktion Saubere Hände“ hat es sich zum Ziel gesetzt, durch ein verbessertes Händedesinfektionsverhalten Infektionen in Krankenhäusern zu minimieren. Die Kampagne wurde am 1. Januar 2008 als nationale Kampagne gestartet. Inzwischen haben sich mehr als 800 Einrichtungen entschlossen, aktiv bei der Aktion mitzumachen. Das Lausitzer Seenland Klinikum unterstützt die Initiative ebenfalls und führt den Aktionstag regelmäßig durch.

Die an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ beteiligten Institutionen erfassen unter anderem den Verbrauch der Händedesinfektionsmittel. Ausgangsdaten aus dem Jahre 2007 geben einen Überblick über mehr als 12,5 Millionen Patiententage, in denen insgesamt etwa 259.000 Liter Händedesinfektionsmittel verbraucht wurden. „Inzwischen haben wir eine Steigerung des Verbrauchs der auf Alkohol basierten Händedesinfektionsmitteln von 2007 auf 2009 von rund 30 Prozent“, sagt Prof. Dr. Petra Gastmeier, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance Nosokomialer Infektionen. Eine Umfrage anlässlich des zweiten nationalen Erfahrungsaustausches hat ergeben, dass die gute Durchführung der Händedesinfektion in vielen Krankenhäusern und auch aus Sicht der Patienten als Qualitätsparameter wahrgenommen wird.

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