Bronze gewonnen beim dritten Brasilien-Stop

Katrin Holtwick (links) und Ilka Semmler freuen sich über die Bronzemedaille bei den Vitoria Open in Brasilien. Foto: FIVB Zum siebten Mal in ihrer zehnjährigen Karriere haben Katrin Holtwick und Ilka...

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Katrin Holtwick (links) und Ilka Semmler freuen sich über die Bronzemedaille bei den Vitoria Open in Brasilien. Foto: FIVB

Katrin Holtwick (links) und Ilka Semmler freuen sich über die Bronzemedaille bei den Vitoria Open in Brasilien. Foto: FIVB

Zum siebten Mal in ihrer zehnjährigen Karriere haben Katrin Holtwick und Ilka Semmler bei einem Turnier der FIVB World Tour eine Bronzemedaille gewonnen. Im brasilianischen Vitoria siegten sie im Spiel um Platz drei gegen das australische Duo Louis Bawden und Taliqua Clancy mit 2:1 (20:22, 21:17, 15:11). Zum Abschluss der Brasilien-Reise mit den Turnieren in Maceio und Rio de Janeiro belohnten sich die WM-Vierten mit einer Medaille, die zudem wertvolle 400 Weltranglistenpunkte und 6.000 US-Dollar Preisgeld einbringt. Damit mischen sie weiter mit im spannenden Rennen um eines der beiden begehrten Olympia-Tickets, die deutsche Teams für die Spiele in Rio de Janeiro bekommen können. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen”,sagte Ilka Semmler. „Es fühlt sich gut an, mal wieder auf dem Siegerpodest stehen zu dürfen”, so Katrin Holtwick.

Der Auftakt beim dritten Turnier in diesem Jahr war holprig verlaufen. Nach den drei Pool Matches stand in der Bilanz nur ein Sieg zu Buche, dafür aber zwei Niederlagen. Es hatte mit dem überraschenden 0:2 (17:21, 14:21) gegen Matauatu/Miller aus Vanuatu begonnen, dem ein 0:2 (21:23, 12:12) gegen die späteren Open-Sieger Larissa/Talita (Brasilien) folgte. „In Spiel eins haben wir schlecht gespielt und schnell den Glauben verloren, gegen Brasilien lief
es im ersten Satz sehr gut, im zweiten haben wir komplett den Faden verloren”, sagte Trainer Tilo Backhaus. Nun musste im letzten Pool Play ein Sieg her, der gegen die Norwegerinnen Kongshavn/Solvoll auch locker mit 2:0 (21:14, 21:12) gelang.

Deutlich verbessert lief es dann in den K.-o.-Runden für Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Zunächst bezwangen sie die Chinesinnen Wang/Yue in zwei Sätzen mit 24:22, 21:17. Dann lieferten sie sich einen harten Fight mit Menegatti/Toth aus Italien, aus dem sie mit 2:1 (21:19, 16:21, 15:10) als Sieger hervorgingen. „Das waren unsere besten Spiele seit langem”, jubelte Ilka Semmler, „wir haben die Leistung, die wir auch im Training zeigen, aufs Feld gebracht.” Und Katrin Holtwick sagte: „Das waren zwei sehr konzentrierte Matches, so soll es aussehen.”

Nicht minder spannend verlief am Samstag das Viertelfinal-Duell gegen Heidrich/Zumkehr aus der Schweiz. Nach verlorenem Auftaktsatz (18:21) kämpften sich Holtwick/Semmler zurück in die Partie und holten sich die Folgesätze mit 21:13 und 15:8. „Sie haben es super gemacht, so ein Spiel zu drehen”, lobte Backhaus seine Schützlinge.

Im Halbfinale gab es allerdings nach einem umkämpften 1. Satz ein 0:2 (19:21, 16:21) gegen die dreifache Olympiasiegerin Kerri Walsh und ihre Partnerin April Ross aus den USA. Doch am Sonntagmittag deutscher Zeit durfte wieder gejubelt werden. Der Sieg gegen Bawden/Clancy sorgte für strahlende Gesichter im und rund um das Team Holtwick/Semmler. Nach der dreiwöchigen Brasilien-Turnierrundreise freuen sie sich jetzt auf eine gut dreiwöchige Wettkampfpause, bevor es Mitte April weiter geht mit den Xiamen Open und Fuzhou Open in China.

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