Der Wolf jagt vor Bautzens Stadtgrenze

Da staunten die Purschwitzer nicht schlecht, als sie nur 40 m von der Dorfgrenze entfernt, ein vom Wolf gerissenes Reh im Acker entdeckten. Das Gebiet scheint ideal für...

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Da staunten die Purschwitzer nicht schlecht, als sie nur 40 m von der Dorfgrenze entfernt, ein vom Wolf gerissenes Reh im Acker entdeckten. Das Gebiet scheint ideal für die Jagd zu sein, da die Rehe durch die Begrenzung der Ortschaft und den Flughafen keine Fluchtflächen haben.

„Das Verhalten der Wölfe hat sich verändert, sie kommen näher an die Ortschaften“, so Günter Sodan, verantwortlicher Jäger für das Gebiet. „Die Jungen lernen das von ihren Eltern und übernehmen das Jagdverhalten.“ sagt Günter Sodan. Ergänzend fügt er hinzu, „dass der Mensch die Natur verändert hat und nicht der Wolf. Wir müssen dem Wolf Lebensraum einräumen und kontrollieren. Wir Jäger wollen den Wolf aber nicht ausrotten, sondern die Anzahl muss reglementiert werden, was einem ausgeglichenen Verhältnis unserer Kulturlandschaft entspricht, ähnlich wie es bei anderen jagdbaren Wildarten der Fall ist.“

Bereits vor 6 Jahren berichtete die Sächsische Zeitung über eine Wolfsbegegnung im Gebiet Bautzen/ Malschwitz. In der Zwischenzeit hat sich Sachsen zum Gebiet mit der größten Wolfsdichte innerhalb der EU entwickelt. Die Anwohner von Purschwitz fragen sich: Wird der Wolf immer dreister in seiner Begegnung mit dem Menschen? Wo endet das?

Bildergalerie vom gerissenen Reh in Purschwitz.

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