Freudenberg-Team sichert sich zwei Meister-Titel

Foto: Freudenberg Racing Team/highsidePR Das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda hat sich am Wochenende in Hockenheim die beiden Meistertitel der Klassen IDM125 und IDM moto3 gesichert. Mit je...

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Foto: Freudenberg Racing Team/highsidePR
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Das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda hat sich am Wochenende in Hockenheim die beiden Meistertitel der Klassen IDM125 und IDM moto3 gesichert. Mit je zwei Doppelsiegen konnten sich Luca Grünwald (moto3) und Florian Alt (125) die Meisterkronen sichern. Während es für Grünwald der zweite IDM-Titel wurde, schaffte Alt dieses Kunststück zum ersten Mal.

In den beiden Rennen am Sonntag war für die Konkurrenz kein Kraut gegen die Freudenberg-Speerspitzen gewachsen. Alt hatte jedoch ein zusätzliches Handicap zu bewältigen: Aufgrund seiner Teilnahme am Red Bull Rookies Cup in Misano, Italien, am Samstag, war er erst am Sonntagmorgen in Hockenheim angereist. Alt musste das Warmup absolvieren und dann die Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen. Doch der Nümbrechter meisterte dies – wie schon am Red Bull Ring – mit Bravour: Doppelsieg in der 125ccm-Zweitakt-Klasse.

Den ersten Lauf konnte Alt sogar gegen seinen Teamkollegen Grünwald gewinnen, doch gegen den war dann im zweiten Rennen kein Kraut mehr gewachsen. Grünwald schlug ein höheres Tempo an und war über zehn Sekunden eher im Ziel, als noch im Vormittagsrennen. Dort hatte er sich bereits den moto3-Titel gesichert. Alt gewann den zweiten Lauf in der 125er-Wertung und damit auch den Titel – er musste nur vor dem Tschechen Ladislav Chmelik bleiben.

Die Saison 2012 von Grünwald und Alt kann sich sehen lassen: Alt holte in allen Rennen, bei denen er antrat, den Sieg. Grünwald konnte sich ebenfalls über Siege freuen, oder musste Nuller hinnehmen. Zusammen bescherte das Duo Teamchef Michael Freudenberg 24 Siege!

Starkes letztes Wochenende auch vom Oberlungwitzer Maximilian Kappler. Der Honda-Pilot sicherte sich im ersten Lauf Rang drei und damit das erste Podest. Im zweiten Rennen zog er sich mit Platz vier noch einmal gut aus der Affaire. Kappler sammelte in der Saison 2012 insgesamt 148 Punkte und belegte den sechsten Gesamtrang.

Pech für Max Enderlein. Der Hohenstein-Ernstthaler kämpfte im ersten Lauf ebenfalls um das Podest, musste aber in der Sachs-Kurve kurz vor Zielleinlauf zu Boden. Der KTM-Pilot brach sich dabei den Unterarm und wurde noch am Sonntag operiert.

STIMMEN DER FAHRER

Luca Grünwald (1. Rennen): „Ich habe versucht, das Rennen zu gewinnen. In der letzten Runde bin ich in der Querspange an beiden [Schouten, Ecklmaier] vorbei und habe versucht vorn zu bleiben. Aus der letzten Kurve bin ich bisschen schlecht raus gekommen. Der ‚Flo’ ist noch vorbei. Aber ich bin einfach glücklich über den Titel. Ich bedanke mich bei meinem Team, bei all meinen Sponsoren und bei meiner Familie, die immer zu mir gehalten haben. Jetzt habe ich das gleiche T-Shirt [Meister-Shirt] an wie vor zwei Jahren. Jetzt schauen wir mal, was dann passiert.“
(2. Rennen): „Ich wollte unbedingt hier noch zweimal gewinnen. Von Anfang an konnte ich meinen Rhythmus fahren. Ich habe dann noch mal meine Pace erhöht und dann ging die Lücke auf. Ich freue mich – es hat super funktioniert das Jahr. Ich freue mich, dass ich dieses Jahr noch mal in dem Team fahren durfte und möchte mich noch mal bedanken, dass sie mich gerettet haben.“

 

Florian Alt (1. Rennen): „Riesen Dank an Frank und meinen Vater. Die sind heute die ganze Nacht von Misano durchgefahren, während ich schön im Auto hinten gelegen und gepennt hab. Es hat wunderbar geklappt. Wir waren heute so um halb vier morgens in Hockenheim. Habe mich dann einfach weiter hingelegt. Als ich dann aufgestanden bin, sah ich das schöne Wetter und habe mir gedacht: ‚Heute kann ich’s vielleicht noch schaffen.’“

(2. Rennen): „Es war nicht immer so leicht, wie es aussah. Auch wir hatten unsere Probleme. Aber vor allem viele Stärken. Ich möchte mich bei meinem Fanklub bedanken. Ich freue mich, dass ihr alle hier seid. Und auch bei der IDM, dass ich überhaupt die Möglichkeit bekommen habe, hier und am Red Bull Ring zu fahren. Vor allem dem Freudenberg Racing Team – die haben eine Superarbeit geleistet.“

 

Maximilian Kappler: „Über Rennen eins bin ich super-happy. Ich habe mein erstes Podium geholt. Ich danke allen, die mich unterstützt haben – alle haben wirklich gut gearbeitet und das Motorrad hat perfekt funktioniert. Mein Start war im zweiten Rennen sehr gut. Ich war in der ersten Kurve Zweiter hinter Luca. Am Ende habe ich aber etwas nachgelassen und war selbst etwas schwach. Mit dem vierten Platz kann ich trotzdem zufrieden sein, auch der sechste Gesamtrang geht in Ordnung. Anfang der Saison war etwas schade mit den ganzen Ausfällen, aber nächstes Jahr greifen wir natürlich neu an.“

 

Max Enderlein: „Schade, so wollte ich die Saison nicht beenden. Ich lag wieder auf Podiumskurs, als ich gestürzt bin. Ich habe mir dabei auch noch den Unterarm gebrochen. Das ist wirklich sehr sehr schade.“

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