Niclas aus Großharthau will Titel zurück

Niclas Helbig (2. von links) und seine Freunde fechten mit großer Begeisterung. Foto: privat Fechten ist ein Sport, der in Deutschland weniger bekannt ist als Fußball oder Boxen....

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Niclas Helbig (2. von links) und seine Freunde fechten mit großer Begeisterung. Foto: privat
Niclas Helbig (2. von links) und seine Freunde fechten mit großer Begeisterung. Foto: privat

Fechten ist ein Sport, der in Deutschland weniger bekannt ist als Fußball oder Boxen. Doch das stört Niclas Helbig aus Großharthau nicht. Der Siebenklässler fechtet mit Begeisterung und kann schon einige sportliche Erfolge vorweisen. Was er an seinem Hobby besonders mag, welche Ziele er hat und ob Fechten gefährlich ist, hat er unserem Reporter Hanspeter Benad erzählt.

Wie bist Du zum Fechten gekommen?

Als die olympischen Spiele in China im Fernsehen übertragen wurden, fand ich Fechten total gut und wollte das unbedingt einmal selbst ausprobieren. Weil diese Sportart nicht so verbreitet ist, haben ich und meine Eltern erst einmal nach einem Verein gesucht. Angefangen habe ich dann vor viereinhalb Jahren im Bautzener Fechtverein. Doch da es in dieser Zeit auch immer mehr Interessenten im Raum Bischofswerda gab, die aber nicht den weiten Weg nach Bautzen fahren konnten, wurde der Fechtclub in Bischofswerda gegründet. Unser Trainer ist Herr Tilo Höppner.

Welche Disziplin fechtest Du genau?

Degen und Florett. Manchmal fechte ich auch mit dem Säbel, aber das macht mir nicht so viel Spaß. Zur Zeit trainiere ich speziell mit dem Degen, da ich mich für die Deutsche Meisterschaft im Herrendegen qualifizieren möchte. Meine Aussichten sind sehr gut. Momentan bin ich in meiner Altersklasse im Herrendegen auf Platz Eins der Rangliste des Sächsischen Fechtverbandes im Herrendegen.

Was sind Deine größten Erfolge bis jetzt?

Ich war Ostsachsenmeister im Florett 2010 und 2011. 2012 hat`s leider nicht geklappt.
Aber im Januar 2013 ist die nächste Ostsachsenmeisterschaft in Bautzen. Da hole ich mir meinen Titel wieder zurück! Im Jahr 2011 war ich Mitteleuropäischer Meister im Degenfechten.

Ist das Fechten denn nicht gefährlich?

Wir haben natürlich eine richtige Waffe in der Hand, aber durch die Fechtkleidung ist man geschützt. Verletzt hat sich noch nie jemand, doch ein paar blaue Flecke gibt es schon mal. Die Sportart eignet sich deshalb auch erst für Kinder ab ca. 8 Jahren, da man schon ordentlich mit der Waffe umgehen muss.

Fechten Deine Eltern auch?

Ja, meine Eltern und auch meine Schwester fechten auch. Sogar meine Oma ist seit
einem Jahr dabei. Wir haben außer ihr noch weitere ältere Mitglieder im Verein. Man
braucht nicht unbedingt Vorkenntnisse, um zu Fechten. Das ist für jeden was.

Welche sportlichen Ziele hast Du?

Für diese Saison ist es mein Ziel, Deutscher Meister im Herrendegen zu
werden. In meinem Jahrgang natürlich. Mal sehen….

Was sagen Deine Schulkameraden dazu, dass Du fechtest?

Die finden es cool. Es ist mal etwas anderes. Manche möchten gern mal einen Degen
oder ein Florett in die Hand nehmen.

Hast Du denn schon eine Freundin?

Ja.

Was möchtest du werden, wenn Du groß bist?

Ich weiß es noch nicht. Vielleicht Architekt…

Hast Du noch andere Hobbys?

Bis vor kurzem hatte ich noch Keyboard-Unterricht. Das spiele ich seit etwa fünf Jahren. Doch es fehlt mir einfach die Zeit, um weiter zum Unterricht zu gehen. Grundsätzlich bin ich aber sehr sportbegeistert. Sport ist mein Hobby

Was gefällt dir an deinem Verein – dem Fechtclub „Porta Lusatia“ in Bischofswerda?

Wir sind eine tolle Truppe! Man freundet sich an und trifft sich regelmäßig. Da ich schon so lange dabei bin, weiß ich viel und kann Hilfestellungen geben. Unseren Trainer, Herrn Höppner, kenne ich auch von Anfang an, so dass das Training gezielt ist und richtig Spaß macht. Er kennt ja meine Ziele.

Angenommen, Du hättest einen Wunsch frei – welcher wäre das?

Weitere zehn Wünsche …

 

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